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Aus DMK wird Arla: Werden nur die Großen überleben?

Seit dem 1. Juni 2026 ist es amtlich: Arla und DMK fusionieren nach Zustimmung der Behörden, der neue Konzern trägt den Namen Arla. Eine Studie zeigt: Kleine Molkereien brauchen besondere Konzepte, um zu bestehen - die Großen profitieren, wenn sie noch größer werden.

Montag, 1. Juni 2026

Foto: Arla

Von Martina Kausch

“Arla Foods und die DMK Group freuen sich bekannt zu geben, dass alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen für ihre geplante Fusion vorliegen. Damit ist ein zentraler Meilenstein auf dem Weg zu einem Zusammenschluss von 11.200 Landwirtinnen und Landwirten in sieben Ländern erreicht”, heißt es in der Mitteilung der beiden Unternehmen zum 1. Juni 2026, und weiter: “Damit entsteht Europas führende, von Landwirten getragene Molkereigenossenschaft und einer der stärksten milchverarbeitenden Akteure des Kontinents.”

Seit Jahren immer weniger Molkereien

Tatsache ist: Die Anzahl der Molkereien in Deutschland ist seit Jahren rückläufig. Bei den Milchpreisen gibt es ein Auf und Ab, das Planungen für kleine Unternehmen erschwert. “Milchpreise schwanken extrem (z.B. -30 Prozent in vier Monaten 2025), getrieben durch Überangebot, Futter- und Energiekosten sowie geopolitische Risiken; Unternehmen brauchen schnelle Entscheidungswege und starke Eigenkapitalbasis,” formulieren es die Autoren Nicolas Wüthrich und Tobias Kramolowsky in der Untersuchung  “Roland Berger Analyse zur Milchindustrie 2026”. Vorausgesagt wird, dass durch eine Konsolidierung der Betriebe in große Strukturen die Zahl der Molkereien in Deutschland auf  rund 120 Molkereien in 2035 sinken wird.

DMK und Arla sehen die Fusion positiv: “Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, in Größe und Widerstandsfähigkeit der europäischen Lebensmittelproduktion zu investieren, die Ernährungssicherheit zu stärken sowie eine wachsende Weltbevölkerung zu versorgen.” Der Verweis auf die wachsende Weltbevölkerung macht klar: Arla will und muss auf dem Weltmarkt noch stärker mitmischen. Die DMK-Investition von rund 55 Millionen Euro in das größte Werk in Edewecht westlich von Oldenburg steht in diesem Zusammenhang. Hier soll eine “zukunftsweisenden Proteinpulver-Herstellung” aufgebaut werden”, hochwertige Proteine sind weltweit ein Wachstumsmarkt.

Was geschieht mit kleineren Molkereien?

“Commodity-Molkereien erzielen oft <2 Prozent EBIT-Marge, Spezialisten mit differenzierten Produkten 5-10 Prozent+; Wachstum liegt in funktionalen Milchprodukten (z.B. Protein-Drinks, plus 6-8 Prozent p.a.) und Internationalisierung (Exportziel: 30-50 Prozent)”, heißt es in der Roland Berger-Studie. Differenzierten Produkte für inländische Märkte und höhere Exportquoten können den Kleineren das Überleben sichern.

Mehr Infos: Mehr zur Roland Berger-Studie und zur strategischen Markenarbeit kleinerer Molkereien am Beispiel von Berchtesgadener Land.

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