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Underberg wächst dank Auslandsgeschäft

Der Umsatz des Spirituosenherstellers Underberg hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr um 1,6 Prozent zugelegt. Wachstumstreiber beim Absatz waren das Auslandsgeschäft, Third-Party-Marken sowie St. Hubertus-Tropfen. Bei einer Anhebung der Alkoholsteuer befürchtet das Unternehmen einen Absatzrückgang.

Montag, 13. Juli 2026

Underberg-Stammhaus
Das Underberg-Stammhaus in Rheinberg.Foto: Semper Idem Underberg AG

Von Mirko Jeschke

Die Semper Idem Underberg AG hat das Geschäftsjahr 2025/26 (31. März) mit einem Zuwachs der Konzernerlöse um 1,6 Prozent auf 136,9 Millionen Euro beendet. Das bereinigte EBITDA lag mit 12,3 Millionen Euro über dem prognostizierten Zielkorridor von 11 bis 12 Millionen Euro. Wesentliche Wachstumstreiber waren laut dem Unternehmen das internationale Geschäft (+9,1 Prozent), das Portfolio der Third-Party-Marken (+15,2 Prozent) sowie die hohe Innovationsdynamik im eigenen Markenportfolio (St. Hubertus-Tropfen +16,3 Prozent).

„Angesichts der geopolitischen Krisen und der andauernden Konsumzurückhaltung war das Ziel, das Vorjahresniveau zu erreichen, durchaus ambitioniert. Umso erfreulicher ist es, dass wir dank eines guten zweiten Halbjahres diese Vorgabe übertreffen konnten“, sagt CEO Michael Söhlke. „Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Entwicklung im Bereich Third-Party-Marken ist gut, wir wachsen im Ausland kontinuierlich, und beim Thema Innovationen ist die Marke St. Hubertus-Tropfen ein Erfolgstreiber.“

Underberg Sales Corporation erstmals konsolidiert

Großen Anteil an der positiven Entwicklung hat die starke Präsenz in den USA. Die vollständige Vertriebstochter Underberg Sales Corporation sei zuletzt so dynamisch gewachsen, dass sie aufgrund ihrer gestiegenen Bedeutung erstmals konsolidiert wurde. „Sowohl das Team vor Ort als auch das Zusammenspiel mit dem Support hier in Rheinberg funktionieren hervorragend. Das ist die Grundlage für den weiteren Wachstumsweg, den wir auch für unsere anderen internationalen Fokusmärkte sehen“, so Thomas Mempel, CCO der Underberg Gruppe. Neben den USA ist das Familienunternehmen schwerpunktmäßig in den nordischen Ländern, Österreich und der Schweiz sowie in touristischen Destinationen in Südeuropa, ausgesuchten Märkten in Afrika und im Global Travel Retail unterwegs. Das Wachstum von 15,2 Prozent im Portfolio internationaler Distributionsmarken unterstreicht für Mempel die nachhaltig erfolgreiche Vertriebs- und Marketingleistung der Diversa Spezialitäten GmbH.

Herausforderungen bleiben groß

„Natürlich haben wir angesichts des nach wie vor schwachen Konsumklimas in Deutschland die Kosten stets im Blick und werden unverändert nach Profitabilität steuern. Insgesamt ist der Professionalisierungsgrad in der gesamten Gruppe gestiegen; zugleich investieren wir weiterhin gezielt in Marketing und Vertrieb“, so Michael Söhlke weiter. „Wir haben im Juni den 180. Geburtstag unseres Familienunternehmens gefeiert und die Voraussetzungen für die Weiterentwicklung des Unternehmens geschaffen. Ungeachtet dessen bleiben die Herausforderungen groß; so dürfte beispielsweise die Anhebung der Alkoholsteuer für die gesamte Industrie und auch für uns einen Absatzrückgang bedeuten.“

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