Ritter verzeichnet für das vergangene Geschäftsjahr mit 712 Millionen Euro (konsolidiert, wechselkursbereinigt und vorläufig; 2024: 605 Mio. Euro) zwar einen signifikant gestiegenen Umsatz, gleichzeitig bleibt das Betriebsergebnis aber deutlich unter den Erwartungen.
Als Ursache nennt das Unternehmen massive Kostensteigerungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die durch das Umsatzwachstum nicht kompensiert werden konnten.
„In den letzten Jahren sind insbesondere die Preise für Kakao, Energie, Logistik und Verpackung deutlich gestiegen“, erklärt CEO Andreas Ronken. „Diese Kosteninflation wirkt sich zeitverzögert und mit voller Wucht auf das Ergebnis aus“.
Ritter hat zwar seine Abgabepreise angepasst, konnte die gestiegenen Kosten jedoch nur teilweise an den Handel weitergeben.
„Gerade der deutsche Schokoladenmarkt ist extrem preissensibel, was zu Absatzverlusten geführt hat“, so Ronken weiter.
Das Umsatzwachstum sei daher kein Ausdruck steigender Profitabilität, sondern Ergebnis höherer Verkaufspreise bei gleichzeitig rückläufigen Mengen.
„Umsatz ist nicht gleich Gewinn – entscheidend ist, ob ein Unternehmen seine Kosten nachhaltig decken kann“.
Ritter arbeitet deshalb konsequent daran, seine Kostenstrukturen zu vereinfachen, Komplexität zu reduzieren und Investitionen stärker zu priorisieren. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen seinem Anspruch verpflichtet, Qualität, Nachhaltigkeit und langfristige Partnerschaften mit dem Handel sowie mit Lieferanten im Ursprung zu sichern bzw. zu Vertiefen.
Ein Interview mit Ritter-Sport-CEO Andreas Ronken aus unserer Rubrik ‚Ein Kaffee mit …‘ finden Sie hier.






