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Ritter streicht Stellen in der Verwaltung

Zum ersten Mal in der über 100-jährigen Unternehmensgeschichte: Aufgrund steigender Kosten will Schokoladenhersteller Ritter in der Zentrale in Waldenbuch rund 70 Verwaltungsstellen streichen.

Donnerstag, 23. April 2026

Foto: Alfred Ritter
Ritter Sport

Von Sibylle Menzel

Schokoladenhersteller Ritter plant aufgrund der wirtschaftlichen Lage einen Stellenabbau in der Verwaltung in der Zentrale in Waldenbuch. Wie das Unternehmen der RUNDSCHAU bestätigt, sollen etwa 70 Stellen gekürzt werden; das entspräche etwas mehr als zehn Prozent der Verwaltungsstellen. Ein Sozialplan ist in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat erstellt.

Grund für diesen erstmals erfolgenden Schritt in der 110-jährigen Unternehmensgeschichte seien anhaltend hohe Kosten für Energie, Logistik und Kakao. Hinzu komme eine deutlich spürbare Kaufzurückhaltung.

Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete Ritter mit 712 Millionen Euro (konsolidiert, wechselkursbereinigt und vorläufig; 2024: 605 Mio. Euro) zwar einen signifikant gestiegenen Umsatz, gleichzeitig blieb das Betriebsergebnis aber deutlich unter den Erwartungen.

Als Ursache wurden hier bereits massive Kostensteigerungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette genannt, die durch das Umsatzwachstum nicht kompensiert werden konnten.

„In den letzten Jahren sind insbesondere die Preise für Kakao, Energie, Logistik und Verpackung deutlich gestiegen“, kommentierte CEO Andreas Ronken den Abschluss des Geschäftsjahres 2025. „Diese Kosteninflation wirkt sich zeitverzögert und mit voller Wucht auf das Ergebnis aus.“

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