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Rewe Group knackt 100 Milliarden Euro – Ergebnis unter Druck

Die Rewe Group hat im Geschäftsjahr 2025 erstmals einen Gesamtaußenumsatz von mehr als 100 Milliarden Euro erzielt. Das Ergebnis bleibt jedoch unter Druck.

Mittwoch, 22. April 2026

Foto: ReweRewe-Flaggen.

Von Marcelo Crescenti

Der Umsatz der Rewe Group stieg 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf 100,4 Milliarden Euro, nach 96,5 Milliarden Euro in 2024.

Vor allem das Deutschlandgeschäft entwickelte sich überdurchschnittlich und legte um 4,6 Prozent auf 69,1 Milliarden Euro zu. International wuchs der Umsatz um 2,7 Prozent auf 31,3 Milliarden Euro.

Ergebnis unter Vorjahr – hohe Investitionen belasten

Trotz des Umsatzwachstums ging das operative Ergebnis zurück. Das EBITA lag 2025 bei über 1,5 Milliarden Euro und damit deutlich unter dem Vorjahreswert von knapp 2 Milliarden Euro. Als Hauptgründe nennt das Unternehmen geplante Investitionen in Kundenprogramme sowie gestiegene Personal- und Sachkosten.

Der Jahresüberschuss halbierte sich auf rund 525 Millionen Euro (2024: 1 Milliarde Euro), wobei der Vorjahreswert durch einen steuerlichen Sondereffekt begünstigt war. Die EBITA-Umsatzrendite sank auf 1,7 Prozent, nach 2,3 Prozent im Jahr 2024.

Investitionen bleiben auf hohem Niveau

Die Rewe Group setzte ihre Investitionsstrategie auch 2025 fort. Insgesamt investierte der Konzern 2,5 Milliarden Euro in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Für das laufende Jahr sind Investitionen von rund 3 Milliarden Euro geplant. Rewe testet derzeit neue Formate wie Pick&Go und Drive&Go.

Das Eigenkapital erhöhte sich auf knapp 11,6 Milliarden Euro. Die Nettoverschuldung lag bei rund 18 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeitenden blieb konstant bei 380.000. Davon waren 272.000 in Deutschland und 108.000 im Ausland beschäftigt.

Wachstum in zentralen Geschäftsfeldern

Im Geschäftsfeld Handel Deutschland (unter anderem Rewe und Penny) stieg der Umsatz um 2,2 Prozent auf 42,5 Milliarden Euro. Die selbstständigen Rewe-Kaufleute steigerten ihre Umsätze um 7,2 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro. Während Penny Deutschland nur moderat um 0,7 Prozent wuchs, legte Penny International um 6,3 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro zu.

Das internationale Handelsgeschäft verzeichnete ein Plus von 4,8 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft in Mittel- und Osteuropa mit einem Wachstum von 7,2 Prozent.

Touristik wächst zweistellig

Deutlich stärker entwickelte sich erneut der Tourismussektor: Die Sparte erzielte ein Umsatzplus von 18,0 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro und setzte damit ihren Wachstumskurs fort.

Das Convenience-Geschäft der Lekkerland-Gruppe blieb mit 15,3 Milliarden Euro Umsatz stabil (+0,8 Prozent), während das Baumarktsegment in einem schwierigen Marktumfeld einen leichten Rückgang von 2,0 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro verzeichnete.

Ausblick

Mit der Überschreitung der 100-Milliarden-Euro-Marke setzt die Rewe Group ein wichtiges Signal im europäischen Handelssektor. Gleichzeitig zeigen rückläufige Margen und steigende Kosten, dass das Unternehmen weiterhin unter herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen agiert.

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