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Paulaner Brauerei meldet kräftiges Absatzplus

Die Paulaner Brauerei ist im vergangenen Jahr dank ihrer strategischen Ausrichtung in allen wichtigen Segmenten gewachsen. Carbonated Soft Drinks befinden sich laut dem Münchner Getränkeproduzenten auf dem Vormarsch.

Mittwoch, 11. Februar 2026

Foto: Schörghuber Gruppe
Paulaner Absatz Biermarkt 2025

Von Mirko Jeschke

Die Paulaner Brauerei Gruppe, die mehrheitlich von der Schörghuber Gruppe in einem Joint Venture mit der Brauerei Heineken geführt wird, ist 2025 nicht nur in ihren wichtigsten Teilsegmenten im Biermarkt (Weiß- und Hellbier), sondern auch im Bereich der kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränke (Carbonated Soft Drinks) gewachsen. Insgesamt nahm der Getränkeabsatz der Münchner Gruppe (ohne ihre Mehrheitsbeteiligung an der Kulmbacher Brauerei AG) national wie international von 6,9 auf 7,9 Millionen Hektoliter zu, was einem Plus von 13,8 Prozent entspricht.

Den Angaben zufolge bekräftigt der Erfolg der Paulaner Brauerei Gruppe innerhalb der Schörghuber Gruppe auch die Wirksamkeit der 2021 von CEO Florian Schörghuber auf den Weg gebrachten Transformation des 1954 gegründeten Münchner Familienunternehmens. Mit dem daraus im Bereich Getränke entstandenen Strategie- und Transformationsprojekt habe die Paulaner Brauerei Gruppe die Voraussetzungen für verstärkte Agilität und strategischen Fokus geschaffen.

„Vor fünf Jahren haben wir die Weichen für unsere Zukunft neu gestellt – bewusst und mit dem Mut, auch unbequeme Entscheidungen zu treffen. Durch die gezielte Neuaufstellung und Verschlankung unserer Strukturen, die feste Verankerung unserer Familienwerte Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit als Leitplanken, die konsequente Umsetzung einer fokussierten Marktstrategie sowie die Pflege dessen, was uns am Ende ausmacht, nämlich unsere Marken und die Menschen, die hinter ihnen stehen, ist ein starkes Fundament entstanden, auf dem wir unsere ambitionierten Ziele für die Zukunft erreichen“, so Florian Schörghuber.

Bier und CSD: Wachstum entgegen rückläufigen Branchentrends

Als Teil der Schörghuber Gruppe, die in den vergangenen Jahren jährlich rund 200 Millionen Euro in Deutschland investiert hat,  ist die Paulaner Brauerei Gruppe eines von zwei Familienunternehmen unter den großen Münchner Brauereien. Ihr ist es im vergangenen Jahr gelungen, sowohl im Auslandsgeschäft als auch im Inland zu wachsen. „Gerade der Erfolg in unserem Heimatmarkt Deutschland freut uns besonders, da wir uns hier gegen einen seit Jahren andauernden Abwärtstrend behaupten und, anders als viele unserer Wettbewerber, positive Zahlen schreiben“, sagt Jörg Biebernick, CEO der Paulaner Brauerei Gruppe. Dabei entwickeln sich fast alle Sorten und Marken positiv – teilweise deutlich gegen rückläufige Marktentwicklungen: Während der Absatz von Bier in Deutschland im vergangenen Jahr um sechs Prozent sank, legte die Paulaner Brauerei Gruppe um 4,7 Prozent zu.

Helles: Zugpferd Paulaner Münchner Hell wächst zweistellig

Mit dem Münchner Hell, das 2025 ein Absatzplus von 14,3 Prozent verzeichnete, hat die Paulaner Brauerei Gruppe das wachstumsstärkste Hellbier eines Markenherstellers bei gleichzeitig hoher Distribution im Portfolio. Das Hellbier-Portfolio der Gruppe komplettieren das Münchner Hell von Hacker-Pschorr und das in den sozialen Medien reichweitenstärkste Hellbier Deutschlands, das Chiemseer Hell. Das Wachstum der Hellbiere wirkt sich sowohl im Absatz (+7 %) als auch in den hinzugewonnenen Marktanteilen (+0,9 %) aus und erstreckte sich 2025 auch auf den Export. Zusammen mit dem Mönchshof Hell der Paulaner-Mehrheitsbeteiligung Kulmbacher Gruppe (+5,2 %) ist die Paulaner Brauerei Gruppe Marktführer im deutschen Hellbiermarkt. „Wir sind überzeugt, dass die Kategorie Hellbier beziehungsweise Lager auch in den kommenden Jahren weiterwachsen wird – ein Trend, der sich deutlich in unseren konstant steigenden Zahlen widerspiegelt“, so Jörg Biebernick.

Weißbier mit leichtem Absatzplus

Das Weißbier ist das Kernprodukt der Paulaner Brauerei Gruppe. Während der deutsche Gesamtmarkt im vergangenen Jahr einen Rückgang von 6,3 Prozent hinnehmen musste, verzeichnete das Paulaner Weißbier zusammen mit seinen alkoholfreien Varianten ein Absatzplus von 1,5 Prozent. Damit baute es seine traditionelle Marktführerschaft 2025 auf 21,2 Prozent aus. Beliebt ist das Paulaner Weißbier nicht nur in Deutschland: Weltweit wird es in 85 Ländern getrunken, heißt es.

CSD: Spezi und Limo machen ein Drittel des Gesamtabsatzes aus

Die Paulaner Erfrischungsgetränke mit dem Zugpferd Paulaner Spezi machen inzwischen ein Drittel des produzierten Gesamtabsatzes der Gruppe aus und haben ihr insbesondere den Zugang zu jungen Konsumenten eröffnet, die auf der Suche nach Alternativen zu alkoholischen Getränken sind. In den vergangenen zehn Jahren konnte Paulaner Spezi seinen Absatz verzehnfachen. Die Zero-Variante erreichte im vergangenen Jahr einen Marktanteil-Zuwachs von zehn Prozent; die neu eingeführten Limos in den Geschmacksrichtungen Orange und Zitrone sind beim Absatz um über 200 Prozent gewachsen. Große Erwartungen setzt die Paulaner Brauerei Gruppe darüber hinaus in die neue Paulaner Cola, die die Range ab März ergänzt, und in den für 2026 geplanten Markteintritt von Paulaner Spezi in Italien, Frankreich, Spanien und der Schweiz.

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