Der Wurst- und Schinkenhersteller Bedford in Osnabrück hat beim Wiederaufbau einen Meilenstein erreicht: Nachdem ein Großbrand im August ein Drittel des Standorts zerstört hatte, ist es dem Unternehmen inzwischen gelungen, wieder in die Produktion einzusteigen. „Dass wir dies nach nur sieben Wochen geschafft haben, dürfte in Deutschland rekordverdächtig sein“, freut sich Geschäftsführer Andreas Loch, zuständig für Marketing und Vertrieb.
Nachdem das Veterinäramt eine Teilfreigabe des Betriebs erteilt hat, ist Bedford in dieser Woche in den Produktionsanlauf gestartet. „Natürlich verläuft dieser Wiederanlauf schrittweise und behutsam“, so Ulrike Stelzner, die Geschäftsführerin Produktion. „Wir beginnen mit der Herstellung unserer Rohschinken und Rohwürste, unserer Schmalzprodukte sowie unserer bratfertigen Convenience-Artikel aus Hähnchenfleisch. Noch sind die Mengen aufgrund der Konzentration auf die verkleinerte Produktionsfläche sehr klein“, betont Stelzner.
Stufenweise Wiederaufnahme der Produktion
Voraussichtlich für Ende Oktober plant das Unternehmen die Wiederaufnahme seiner Kochwurst- und Kochschinkenproduktion. Anfang November soll der Einstieg in die Herstellung der Pasteten sowie Aspik-Produkte folgen. „Aktuell gehen wir davon aus, dass wir Mitte/Ende November mit unseren wesentlichen Produkten wieder eingeschränkt lieferfähig sind“, wagt Carsten Leiber, Geschäftsführer für den kaufmännischen Bereich, einen zurückhaltenden Ausblick. Er betont, dass die avisierten Zeitpunkte noch keine endgültige Aussagekraft hätten, da man noch von verschiedenen Lieferanten für Anlagen, Maschinen, Rohstoffe und Verpackungen etc. abhängig sei.
Bedford beschäftigt aktuell gut 350 Mitarbeiter, alle am Standort Osnabrück. Rund 250 Beschäftigte arbeiten in der Produktion. Das Unternehmen beliefert die Bedienungstheken im LEH, Metzgereien und Bäckereien mit Salami, Schinken, Leberwurst, Pasteten, Geflügel-Bratprodukten und mehr.






