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Jägermeister wächst gegen den Branchentrend

Trotz global rückläufiger Spirituosenmärkte hat der Kräuterlikörhersteller Mast-Jägermeister im vergangenen Jahr ein deutliches Absatzplus sowie einen leichten Umsatzzuwachs erreicht. Dazu beigetragen hat die Kernmarke, aber auch die Innovation Jägermeister Orange.

Dienstag, 3. März 2026

Jaegermeister-CEO Michael Volke.Foto: Mast-Jägermeister
Jaegermeister-CEO Michael Volke

Von Mirko Jeschke

Die Mast-Jägermeister SE hat nach eigenen Angaben trotz weltweit rückläufiger Spirituosenmärkte im Jahr 2025 ein Absatz- und Umsatzwachstum erzielt und Marktanteile hinzugewonnen. Haupttreiber war die Absatzentwicklung der Kernmarke Jägermeister mit einem Plus von 7,7 Prozent auf 117,6 Millionen 0,7-Liter-Flaschen. Die Marke ist in weltweit über 150 Märkten vertreten, der Auslandsanteil am Absatz liegt bei 85 Prozent. Der Gesamtumsatz des Unternehmens stieg um knapp zwei Prozent auf 882 Millionen Euro.

Neben einer wachsenden Kernmarke habe auch die Innovation Jägermeister Orange deutlich zum Wachstum beigetragen: Die neue Variante bediene den Trend zu hellen, fruchtigen und mixbaren Spirituosen und habe bereits über fünf Millionen verkaufte Flaschen erreicht.

Die Kernmarke entwickelte sich weltweit in allen Regionen sowie dem globalen ‚Travel Retail‘-Geschäft sehr positiv, wie CEO Michael Volke betont: „In einem Jahr, in dem nahezu alle global bedeutenden Spirituosenmärkte Rückgänge verzeichnen, haben wir unsere Position spürbar ausgebaut. Die lokalen Abverkäufe in den Märkten durch unsere Vertriebstöchter und Distributionspartner erreichten weltweit gar ein Rekordniveau – ein eindrucksvoller Beleg für die Stärke unserer Marke. Jägermeister Orange hat unsere Erwartungen bereits jetzt übertroffen. Dieses klare Momentum nehmen wir mit und weiten die internationale Einführung der neuen Variante jetzt konsequent aus.“

Auch die globale Expansion der Premium‑Tequila‑Marke Teremana wurde intensiv fortgesetzt: 2025 erfolgte der Markteintritt in über 20 weiteren Ländern. Im wichtigen US‑Markt belasteten jedoch der rückläufige Markt und der fortgesetzte Lagerbestandsabbau die Entwicklung. Der Absatz sank entsprechend von 14,8 Millionen auf 13,3 Millionen Flaschen. Ebenfalls behutsam weiterentwickelt wurde die Hamburger Spirituosenmanufaktur Gin Sul, die seit 2018 zum Markenportfolio des niedersächsischen Familienunternehmens gehört.

Zudem treibt Mast‑Jägermeister den Ausbau einer effizienteren, ressourcenschonenden und zukunftsfähigen Produktion weiter voran. Das Unternehmen investiert mehr als 17 Millionen Euro in den Bau eines neuen CO2-neutralen Fasslagers mit modernsten und umweltfreundlichen Technologien am Standort Kamenz.

Ausblick: “Moderates Wachstum möglich”

Hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr zeigt sich CEO Michael Volke trotz des schwachen Konsumumfelds und der anhaltenden globalen wirtschaftspolitischen Risiken vorsichtig optimistisch: “Auch 2026 erwarten wir keinen Rückenwind aus den internationalen Märkten. Dennoch stimmt uns die starke Performance unserer Marken sowie der klare Fokus auf Konsumenten, Innovation und operative Exzellenz zuversichtlich. Ein moderates Wachstum ist möglich.“

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