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Hofbrauhaus Wolters stellt Betrieb ein

Die insolvente Braunschweiger Brauerei Wolters schließt ihren Produktionsstandort zum Jahresende. Von der Insolvenz sind 90 Mitarbeiter betroffen. Die Gespräche zur Fortführung der Marke Wolters dauern indes an.

Mittwoch, 30. September 2026

Wolters Logo
Foto: Hofbrauhaus Wolters GmbH

Von Mirko Jeschke

Die Konsolidierung der deutschen Brauereilandschaft schreitet weiter voran. Mit der Hofbrauhaus Wolters GmbH stellt nun die nächste Traditionsbrauerei ihren Geschäftsbetrieb ein. Hintergrund sind der schwächelnde Biermarkt sowie steigende Produktions- und Energiekosten. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens muss der Produktionsstandort des Unternehmens in Braunschweig zum 31. Dezember 2026 geschlossen werden. Die rund 90 Mitarbeitenden wurden am Montagnachmittag über die geplante Schließung informiert. Derweil laufen die Bemühungen weiter, die traditionsreiche Biermarke Wolters zu erhalten.

Zum 1. September 2026 hatte das Amtsgericht Braunschweig das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Hofbrauhaus Wolters GmbH eröffnet und die Eigenverwaltung angeordnet. Eckert-Partner und Rechtsanwalt Kimon Kantis begleitet das Verfahren als Verfahrensbevollmächtigter. Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Hendrik Mysegades, Partner der Eckert Assurance, ergänzt dies um eine betriebswirtschaftliche Sanierungsberatung. Rechtsanwalt Torsten Gutmann (Pluta Rechtsanwalts GmbH) überwacht das Verfahren als Sachwalter.

Insolvenzantrag im Juni

Die regionale Großbrauerei wurde 1627 gegründet und gehört zu den größten Privatbrauereien Niedersachsens. Sie ist auf die Herstellung und den Vertrieb von Bieren und alkoholfreien Getränken spezialisiert.

Am 19. Juni 2026 hatte die Hofbrauhaus Wolters GmbH einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Eine Ursache für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist der strukturelle Absatzrückgang auf dem deutschen Biermarkt. Hinzu kommen steigende Produktions- und Energiekosten.

Produktionsstandort in Braunschweig wird geschlossen

Den Angaben zufolge hat sich diese wirtschaftlich schwierige Lage auf dem deutschen Biermarkt auch im Sanierungsprozess der Hofbrauhaus Wolters GmbH niedergeschlagen: Die Geschäftsführung der Brauerei habe – mit Unterstützung der Eckert-Sanierungsexperten und in enger Abstimmung mit der Volksbank Brawo – über Monate hinweg daran gearbeitet, eine tragfähige Lösung für die Traditionsmarke und ihren Produktionsstandort in Braunschweig zu finden. Ein entsprechender Investorenprozess für den Produktionsstandort sei jedoch ohne Erfolg geblieben. Für den Standort in Braunschweig konnte schlussendlich keine zukunftsfähige Lösung gefunden werden, sodass er zum 31. Dezember 2026 geschlossen werden muss.

Bemühungen, die Marke Wolters zu erhalten, laufen weiter

Derweil laufen die Bemühungen, die Marke Wolters zu erhalten, weiter. Hierzu werden konstruktive Gespräche mit verschiedenen Interessenten geführt. Diese dauern aktuell noch an, heißt es.

Kimon Kantis: „Der Restrukturierungsprozess hat nicht die Wendung genommen, die wir uns für alle Beteiligten gewünscht haben. Es ist ein Verlust, dass der Produktionsstandort in Braunschweig geschlossen werden muss. Die Bemühungen, die Traditionsmarke Wolters zu erhalten, gehen weiter.“

Nils Handke, Geschäftsführer der Hofbrauhaus Wolters GmbH: „Mit der Schließung des Produktionsstandorts in Braunschweig geht eine Ära zu Ende. Ich bedauere diesen Schritt, mit Blick auf die wirtschaftliche Lage war er jedoch leider unausweichlich. Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage der Brauereien in Deutschland schwierig, 2025 ist der deutsche Bierabsatz auf ein historisches Tief gesunken. Das hat sich auch in dem Versuch, eine tragfähige Lösung für die Hofbrauhaus Wolters GmbH zu finden, niedergeschlagen.”

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