Der Süßwarenhersteller Haribo gibt seine Pläne für ein weiteres Werk in Neuss auf. Das bestätigte das Unternehmen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die „Neuß-Grevenbroicher Zeitung“ darüber berichtet.
Steigende Kosten bremsen Neubau
„Seit Planungsbeginn haben sich die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen grundlegend verändert“, erklärte eine Unternehmenssprecherin. Globale Krisen hätten zu Engpässen bei Baumaterialien und deutlichen Preissteigerungen auf den internationalen Märkten geführt.
Bei einem Projekt dieser Größenordnung seien Planungssicherheit sowie ein verlässlicher und kalkulierbarer Zeit- und Kostenrahmen erforderlich. Unter den veränderten Bedingungen sei es daher wirtschaftlich und unternehmerisch sinnvoller, die Neubaupläne nicht weiterzuverfolgen.
300 Millionen Euro für zweites Werk geplant
Haribo hatte im Mai 2024 angekündigt, neben dem bestehenden Werk in Neuss einen weiteren Produktionsstandort in der nordrhein-westfälischen Stadt zu errichten. Rund 300 Millionen Euro waren für das Projekt vorgesehen. In dem neuen Werk sollten unter anderem Maoam-Kaubonbons produziert werden.






