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Eier ohne Kükentöten: Aldi kooperiert mit Biotech-Unternehmen

Um das Kükentöten entlang ihrer Lieferketten zu beenden, nutzen Aldi Nord und Aldi Süd das genanalytische Verfahren des Biotech-Unternehmens Planton. Zudem beziehen die Discounter ab 2021 schrittweise alle Bio-Eier aus der sogenannten "Bruderhahn-Aufzucht".

Montag, 6. Juli 2020

Aldi Nord Torsten Hufnagel Marc HeußingerAldi Nord Torsten Hufnagel Marc Heußinger
Aldi Nord Torsten Hufnagel Marc Heußinger

Von Mirko Jeschke | Fotos: Unternehmen

Aldi Nord und Aldi Süd arbeiten nach eigenen Angaben intensiv daran, das Kükentöten entlang ihrer Lieferketten abzuschaffen. Mitte März hatten sich die Unternehmen dazu verpflichtet, bis 2022 deutschlandweit die gesamte Produktion ihrer Boden-, Freiland- und Bio-Eier umzustellen. Um ihr Vorhaben umzusetzen, nutzen sie jetzt unter anderem das genanalytische Verfahren des Biotech-Unternehmens Planton. Zudem beziehen die Discounter ab 2021 schrittweise alle Bio-Eier aus der sogenannten "Bruderhahn-Aufzucht".
Unternehmensangaben zufolge haben sich Aldi Nord und Aldi Süd für eine konsequente Anwendung neuer Methoden entschieden. "Dabei unterstützen wir wirkungsvolle Ansätze, die es ermöglichen, das Kükentöten in unseren Lieferketten zu beenden. Wir freuen uns, dass wir mit dem Bruderhahn-Projekt und der Geschlechtsbestimmung im Brutei unserem Ziel einen wesentlichen Schritt näherkommen", so Simon Gelzer, Managing Director Corporate Buying bei Aldi Süd. Bei der Suche nach neuen Lösungen möchten die Discounter auch ihre Lieferanten und die Forschung dazu ermutigen, neue Technologien auf den Markt zu bringen. "Als einer der größten Händler für Hühnereier ist das Thema für uns von besonderer Bedeutung. Mit Planton haben wir einen Partner an der Seite, mit dem wir innovative Lösungen fördern und umsetzen können, um dem Kükentöten in unseren Lieferketten ein Ende zu setzen", sagt Tobias Heinbockel, Managing Director Category Management bei Aldi Nord.
Mit Hilfe des neuartigen genanalytischen Plantegg-Verfahrens kann durch ein winziges Loch Flüssigkeit aus dem Ei entnommen und das Geschlecht am neunten Bruttag bestimmt werden. So müssen die männlichen Eier nicht erst ausgebrütet werden. "Aktuell arbeiten wir unter Hochdruck daran, die bereits praxistaugliche Technologie zur Serienreife weiterzuentwickeln, um entsprechende Kapazitäten zu schaffen und unser Verfahren später auch anderen Marktteilnehmern zur Verfügung stellen zu können. Gleichzeitig möchten wir die Technologie weiter verbessern, sodass eine Geschlechtsbestimmung im Brut-Ei noch früher möglich ist", so Planton-Geschäftsführer Prof. Dr. Kleine.
Aldi Nord und Aldi Süd bieten bereits seit 2017 in vielen Filialen Eier aus Bodenhaltung aus einem "Bruderhahn-Projekt" an. Die sogenannten "Bruderhähne" stammen von Legehennen, deren männliche Geschwister als Masthähne aufgezogen werden. Genau wie die Hennen erhalten sie Beschäftigungsmaterial und gentechnikfreies Futter. Das gemeinsame Ziel der Discounter ist es, ab dem kommenden Jahr alle Bio-Eier schrittweise nur noch von Legehennen zu beziehen, deren Brüder mitaufwachsen.

 

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