Immer mehr Unternehmen kündigen die Mitgliedschaft beim Verband der Familienunternehmer. Grund ist die Annäherung der Interessenvertretung an die rechtsextreme Partei AfD. Nach Rossmann und Vorwerk unternimmt auch der Getränkehersteller Fritz-Kola diesen Schritt.
“Fritz-Kola ist seit seiner Gründung 2003 zu einem mittelständischen Unternehmen herangewachsen”, heißt es in einer Mitteilung. “Der regelmäßige Austausch in Wirtschaftsverbänden ist für uns ein sinnvoller Rahmen, um Kräfte zu bündeln, Perspektiven abzugleichen und Entwicklungen konstruktiv zu diskutieren. Dazu gehörte bislang auch unsere Mitgliedschaft im Verband Die Familienunternehmer e.V.”
Die Entscheidung der Verbandsführung, die bisherige Distanz gegenüber der AfD aufzugeben, stehe jedoch “nicht im Einklang mit den Grundsätzen, die Fritz-Kola als Unternehmen vertritt”. Eine offene, demokratische Gesellschaft bilde “die Grundlage wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Handels”, heißt es. Daher beende das Unternehmen die Mitgliedschaft im Verband.
Kritik aus der Branche
Wie nun bekannt wurde, hatte der Verband im Oktober zu einem Parlamentarischen Abend in Berlin erstmals auch Vertreter der AfD eingeladen. Das sieht auch Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer des Lebensmittelverbandes Deutschland, kritisch. In einem Interview mit der Lebensmittel Zeitung lehnt er den Dialog mit der AfD ab.







