Wie Vion mitteilt, soll der Standort Buchloe an die ABP Food Group verkauft werden. Eine entsprechende Vereinbarung wurde unterzeichnet. Der Abschluss der Transaktion steht – wie auch bei den Verkäufen in Crailsheim und Waldkraiburg – noch unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen und weiterer Bedingungen.
Dritter Standortverkauf innerhalb kurzer Zeit
Bereits Mitte April hatte Vion den Verkauf zweier süddeutscher Werke bekanntgegeben: Crailsheim soll an die Boeser Frischfleisch GmbH gehen, Waldkraiburg an die OSI Europe Foodworks GmbH.
Mit der nun vereinbarten Transaktion in Buchloe folgt innerhalb weniger Wochen der dritte Verkauf eines deutschen Standorts. Branchenbeobachter werten dies als klares Signal für die konsequente Reduzierung der Aktivitäten in Deutschland.
Bedeutung des Standorts Buchloe
Der Betrieb in Buchloe liegt in einer viehstarken Region Bayerns und ist seit Jahrzehnten Teil der regionalen Fleischwirtschaft. Jährlich werden dort rund 90.000 Rinder verarbeitet, etwa 270 Mitarbeitende sind beschäftigt.
Mit der ABP Food Group übernimmt ein international tätiger Anbieter der Rindfleischverarbeitung den Standort. Das Unternehmen ist in mehreren europäischen Märkten aktiv und setzt nach eigenen Angaben auf enge Beziehungen zu Landwirten.
Strategische Neuausrichtung von Vion
Die Verkäufe sind Teil eines umfassenden Transformationsprozesses. Vion hatte bereits 2024 angekündigt, sich stärker auf die Benelux-Region zu konzentrieren und das Deutschlandgeschäft neu aufzustellen.
Ziel ist es, die verbleibenden Aktivitäten profitabler auszurichten und Investitionen in nachhaltige sowie margenstärkere Geschäftsbereiche zu ermöglichen. Gleichzeitig sollen für die betroffenen Standorte langfristige Perspektiven unter neuen Eigentümern geschaffen werden.
Bis zum Vollzug aller Transaktionen bleiben die Betriebe in Crailsheim, Waldkraiburg und Buchloe unverändert in Betrieb. Lieferketten sowie Kunden- und Lieferantenbeziehungen werden fortgeführt.
Weitere Verkäufe möglich
Vion prüft nach eigenen Angaben weiterhin Optionen für weitere deutsche Standorte. Der laufende Verkaufsprozess deutet darauf hin, dass sich das Unternehmen mittelfristig deutlich stärker aus dem deutschen Markt zurückziehen könnte.






