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Tegut: Die große Unsicherheit in den Regionen

Wie geht es weiter mit den Standorten von Tegut? Welche werden übernommen, welche geschlossen? Die betroffenen Kommunen machen sich Sorgen - und regionale Lieferanten auch.

Freitag, 10. April 2026

Foto: Christian Tech photoplusgraphic
Tegut Filiale

Von Marcelo Crescenti

Kommunen, die den Verlust des Supermarktes vor Ort fürchten. Lokale Lieferanten und Produzenten, die sich nun fragen, an wen sie in Zukunft verkaufen sollen: Das Ende von Tegut sorgt in vielen Gegenden Deutschlands für Unsicherheit.

Laut der Fuldaer Zeitung – also dem Blatt, das in der Heimatstadt des Lebensmittelfilialisten erscheint – hoffen regionale Lieferanten nun auf Edeka und Rewe. “Ob Hausmacher Blutwurst aus Flieden, Bierspezialitäten aus Hünfeld, Brot aus Haimbacher Getreide, in Fulda gerösteter Kaffee oder Burgenkümmel aus Schlitz: All das steht bislang in den Regalen der Tegut-Filialen. Doch wie lange noch?”, fragt die Zeitung.

Kleinere Ortschaften fürchten Schließungen

“Die Tegut-Pleite ist für kleinere Orte in und um den Thüringer Wald eine Katastrophe”, sagt das regionale Portal iS. So soll beispielsweise der Markt im Kreis Saalfeld-Rudolstadt laut der Ostthüringischen Zeitung im Sommer schließen. Für die Filiale konnte offenbar kein neuer Betreiber gefunden werden.

Vielerorts machen die Stadtverwaltungen mobil und wollen Schließungen verhindern. So beispielsweise in Eppstein bei Wiesbaden, wo sich der Bürgermeister persönlich für den Erhalt des Marktes im Stadtteil Bremthal einsetzen will. Weitere Gemeinden in Hessen, beispielsweise Kirtorf oder Bieber, fürchten, dass vor allem Standorte in kleineren Zentren als nicht zukunftsfähig eingestuft werden könnten.

Edeka übernimmt rund zwei Drittel der Standorte

Edeka soll nach aktuellem Stand einen wesentlichen Teil der Tegut-Gruppe übernehmen. Dazu gehören rund 200 Standorte mit den Vertriebsmitarbeitenden, das Logistikzentrum in Michelsrombach, die Herzberger-Bäckerei sowie die Smart Retail Solutions, Betreiberin der Teo-Standorte in Deutschland. Offen ist hingegen bislang, was künftig aus den weiteren gut 100 Tegut-Supermärkten wird.

“Aus meiner Sicht war die Idee, aus dem Stammgebiet auszugehen und Märkte in Baden-Württemberg und München zu eröffnen, problematisch für Tegut“, sagt Prof. Dr. Stephan Rüschen (DHBW Heilbronn) zu den Gründen der Tegut-Pleite. Hier mehr dazu.

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