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Tante Enso übernimmt bis zu 36 Tegut-Standorte

Tante Enso will „nach guten Gesprächen“ mit der Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) bis zu 36 Tegut-Filialen übernehmen und damit einen Fortbestand der dortigen Nahversorgung sichern. Die Filialen werden zunächst wie gewohnt weiterbetrieben und nach Genehmigung der Transaktion schrittweise in das Tante Enso-Konzept überführt

Montag, 4. Mai 2026

Foto: Ben Pakalski
Tegut Markt

Von Mirko Jeschke

Der Online-Supermarkt und Nahversorger Tante Enso will nach Gesprächen mit der Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) bis zu 36 Tegut-Filialen übernehmen. Die Standorte passen laut dem Unternehmen aufgrund ihrer Größe der Gemeinden und infrastrukturellen Lage perfekt zu Tante Enso.

Anfang März hatte die Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) mitgeteilt, dass sie weite Teile der Tegut-Gruppe an Edeka verkaufen wird. Dazu gehören ein wesentlicher Teil des Filialportfolios mit den Vertriebsmitarbeitenden, das Logistikzentrum in Michelsrombach, die Herzberger-Bäckerei sowie die Smart Retail Solutions, Betreiberin der Teo-Standorte in Deutschland.

Tante Enso verfügt inzwischen über knapp 90 Mini-Supermärkte und fast 70.000 Teilhaber in ganz Deutschland. „Ich freue mich, dass wir dazu beitragen können, gemeinsam mit den Bürgern die Zukunft der betroffenen Märkte abzusichern. Diese Märkte sind seit vielen Jahren ein wichtiger Baustein der Infrastruktur vor Ort. Die Mitarbeiter haben mit viel Engagement diese Märkte betrieben und bekommen durch Tante Enso eine Perspektive für ihre weitere Zukunft“, so Thomas Gutberlet, Geschäftsführer und Gesellschafter von Tante Enso.

Als ehemaliger Geschäftsführer von Tegut bedeute seine jetzige Führungsposition „einen Gewinn für das Unternehmen Enso, für die ländliche Versorgung ein starkes Zeichen – und für die etwaigen neuen Kollegen der Tegut-Filialen besonders jetzt einen wichtigen Anker in einer Phase des Umbruchs.“

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das Bundeskartellamt. Bis zur Freigabe werden die Tegut-Filialen wie gewohnt weiterbetrieben und danach schrittweise in das Tante Enso-Konzept überführt.

Rückzug von Migros

Trotz massiver Kosteneinsparungen, welche die operativen Verluste der Tegut-Gruppe im vergangenen Jahr um mehr als die Hälfte reduziert haben, verschärfte sich laut GMZ das Marktumfeld in Deutschland weiter und führte zu rückläufigen Umsätzen. Verschiedene Gespräche mit Mitbewerbern zur Übernahme einzelner Tegut-Standorte im Zuge der Sanierung, gepaart mit den Erkenntnissen der strategischen Marktanalyse, hatten die GMZ dazu bewogen, den Rückzug aus Deutschland zu beschließen.

Mehr zur wechselvollen Geschichte von Tegut lesen Sie HIER

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