Die Konsolidierung im deutschen Lebensmittelhandel schreitet weiter voran: Die Standorte des insolventen bayerischen Edeka-Händlers Feneberg werden künftig von Rewe und LEH-Allgäu weiter betrieben. Die Rewe Group, die Eigenverwaltung der Feneberg Lebensmittel GmbH (“FLM”) und die LEH-Allgäu GmbH haben eine gemeinsame Investorenvereinbarung für die geplante Zukunftslösung der Feneberg-Standorte unterzeichnet. Die FLM befindet sich seit dem 1. April 2026 im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung.
Nach Angaben der Rewe Group wurde damit ein wesentlicher Schritt zur langfristigen Sicherung von Standorten, Arbeitsplätzen und Nahversorgung in der Region erreicht. Die Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Freigabe. Umgesetzt werden soll die Investorenvereinbarung durch einen Insolvenzplan, dem dann noch die Gläubiger der FLM zustimmen müssen. Der vom Gericht eingesetzte Gläubigerausschuss hat dem Vorhaben aber bereits grünes Licht erteilt. Geplant ist der künftige unabhängige Betrieb jeweils eines wesentlichen Teils der insgesamt 72 Standorte durch die LEH-Allgäu GmbH und durch die Rewe Group.
Rund 3.000 Mitarbeiter betroffen
Feneberg mit Sitz in Kempten im Allgäu betreibt über 70 Filialen im Süden Deutschlands. Die Gruppe beschäftigt rund 3.000 Mitarbeitende und erzielte zuletzt ein Jahresumsatz von über 500 Millionen Euro.
Mit der jüngsten Vereinbarung wollen die Beteiligten eine langfristige Perspektive für die betroffenen Standorte schaffen. Ziel sei es, ein mittelständisches Traditionsunternehmen zu erhalten, Nahversorgung und Arbeitsplätze im Allgäu und in Süddeutschland zu stärken sowie den Kundinnen und Kunden auch künftig ein verlässliches Angebot zu bieten. Die Vereinbarung soll zugleich die Grundlage für die weitere Entwicklung der Standorte schaffen, heißt es.
“Mit der Unterzeichnung haben wir einen wichtigen Schritt für eine langfristige Perspektive im Allgäu gemacht. Die geplante Übernahme soll die Nahversorgung in der Region stärken und den betroffenen Standorten neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen”, so Rewe-Vorstand Peter Maly. “Unser Ziel ist es, den Menschen vor Ort, den Beschäftigten und damit der Region eine verlässliche Perspektive zu bieten.
“Als Unternehmer mit jahrzehntelanger Erfahrung im Lebensmittelhandel ist es unsere Motivation, eine langfristige und verlässliche Lösung zu schaffen, die die regionale Nahversorgung stärkt, Arbeitsplätze erhält und den Menschen vor Ort Sicherheit bietet. Unser Anspruch ist es, aus einer herausfordernden Situation eine stabile und nachhaltige Perspektive für die Standorte zu entwickeln”, so Alexander Pade, geschäftsführender Gesellschafter der LEH-Allgäu GmbH.
Bis zu einer Entscheidung der zuständigen Behörden bleibt die Vereinbarung unter Vorbehalt.






