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Marktübergabe gelungen – so klappt die Nachfolge

Eine Marktübergabe ist ein Schritt mit vielen Herausforderungen. Ob bei einer internen Nachfolgeregelung in Familienunternehmen oder einer Lösung mit externen Kaufleuten – bewährte Mitarbeitende zu halten, ist für einen funktionierenden Markt das A und O. Daniela Sauer erklärt im Interview, was zu tun ist, damit das Team zusammen bleibt. Sie unterstützt Unternehmen bei Übergangsprozessen.

Mittwoch, 22. April 2026

Foto: pexels/ Jakub Zerdzicki

Von Martina Kausch

Wie kann man das bestehende Team bei einer Marktübergabe halten?

Eine Übergabe ist ein Prozess, in welchem insbesondere die zwischenmenschlichen und emotionalen Dynamiken mitbedacht werden müssen. Veränderungen verunsichern Menschen, da zum Beispiel wichtige Bezugspersonen wechseln, wie der Marktinhaber, sodass die gewohnte Vertrautheit – noch – fehlt. Gleichzeitig werden häufig Aufgaben und Prozesse überarbeitet oder neu gedacht. All dies führt zu Unsicherheiten oder sogar Ängsten aufseiten der Mitarbeitenden.

Was ist also zu tun?

Wichtig ist, diese Unsicherheiten der Mitarbeitenden und ihre Emotionen zu sehen und ernst zu nehmen. Meiner Erfahrung nach ist bei einer Übergabe oft so viel „los“, dass alle auf ihren Arbeitsalltag fokussiert sind und kein Platz und auch keine Zeit mehr bleibt für den Mitarbeitenden und das Team als Ganzes. Das führt dann oft zu Spannungen und in Folge zu Kündigungen.

Wie kann man Kündigungen von guten Mitarbeitenden verhindern?

Die psychologischen Dimensionen einer Unternehmensübergabe muss man genauso professionell planen wie Notar- und Banktermine. Es geht da-
rum, als neuer Marktinhaber ganz bewusst einen guten Anfang zu gestalten. Bewährt haben sich hier möglichst frühzeitig terminierte Einzelgespräche mit den Mitarbeitenden. Gut zuhören, echtes Interesse am Menschen und seiner Arbeit zeigen, über den Ablauf der Übernahme informieren sowie das Klären von gegenseitigen Erwartungen gelingt in diesem geschützten Rahmen deutlich leichter als „zwischen Tür und Angel“. Ein Kick-off-Workshop zur Zusammenarbeit im Team und regelmäßige Teambesprechungen bilden die zweite Säule eines konstruktiven Übergabemanagements.

Hat der neue selbstständige Kaufmann oder die Kauffrau ähnliche Ängste wie die Mitarbeitenden?

Ja, sehr häufig ist das so. Deshalb ist es wichtig, Erwartungen auch mit sich selbst zu klären: Was erwarte ich von mir selbst? Wie möchte ich führen, welche Art von Chef oder Chefin will ich sein? Welche Teamkultur will ich pflegen? Wenn ich das weiß, ist es leichter, als neue Marktleitung gemeinsam mit dem Team die Übergabe erfolgreich zu meistern.

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