Infolge nachlassender Innovationskraft und veränderter Gesundheitsaspekte hat sich der Boom um Fleischalternativen seit 2024 eingependelt. Auch das Interesse, den Fleischkonsum zu reduzieren, stagniert. Hinzu kommt der Trend zu „Fibre-Maxxing“, bei dem Protein- und Ballaststoffgehalt wichtiger werden, sowie Kritik an der Verarbeitung von
Fleischalternativen. Der Marktforscher Mintel* zeigt Wachstumschancen.

Neue Impulse: Pflanzenbasierte Innovationen
Das Interesse an gemüsebasierten Fleischalternativen wächst, wobei gerade junge Verbraucher auf gesundheitliche Mehrwerte achten: 45 Prozent der 16- bis 34-Jährigen halten den Nährwert von Fleischersatzprodukten für wichtiger als den Geschmack. Wachsende Skepsis gegenüber hochverarbeiteten Lebensmitteln und regulatorische Veränderungen fordern von Marken im Fleischersatzsegment, sich von klassischen „Fleischimitaten“ zu lösen und durch „echte“ pflanzenbasierte Innovationen neue Impulse für bestehende Nutzer zu schaffen.
Konsumverhalten: Unverändert
85 Prozent der Deutschen essen weiterhin rotes Fleisch oder Geflügel. Zwar geben 53 Prozent dieser Gruppe an, ihren Fleischkonsum reduziert zu haben, doch dieser Wert ist seit 2024 unverändert. Die geringe Veränderungsbereitschaft der „Fleischesser“ erschwert Wachstum im Markt für Fleischersatzprodukte: 83 Prozent derjenigen, die ihren Fleischkonsum bislang nicht eingeschränkt haben, beabsichtigen auch künftig keine Reduzierung
„In den kommenden fünf Jahren wird künstliche Intelligenz die Entwicklung vollwertiger Proteinmischungen vorantreiben, die gezielt auf regionale Zutaten und lokale Geschmacksvorlieben abgestimmt sind. Die KI kann bislang wenig genutzte heimische Rohstoffe identifizieren und ihr Potenzial für Fleisch- und Milchalternativen erschließen.“
Hope Banks – Research Analyst, Mintel Food & Drink
der Deutschen sin
d der Meinung, es sei angesichts der negativen Umweltauswirkungen von Fleisch nicht zu rechtfertigen, Fleisch anstelle von Alternativen zu essen.
sehen den Hauptvorteil von Fleischersatzprodukten darin, dass sie mehr Nährstoffe in die Ernährung bringen, etwa durch die Inklusion von Gemüse oder Hülsenfrüchten.
der Deutschen benennen natürliche Inhaltsstoffe als ihren Top-Kauffaktor für Lebensmittel.
*Mintel Spotlight – der Marktforschungs-Blog mit neuen Perspektiven, aktuellen Daten und tiefgreifenden Analysen der Märkte.






