Der Tabakkonsum in Deutschland bleibt trotz langfristig rückläufiger Raucherzahlen wirtschaftlich und gesellschaftlich relevant. Nach Daten der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen wurden 2025 bundesweit rund 66,4 Milliarden Zigaretten versteuert – leicht mehr als im Vorjahr. Auch der Gesamtumsatz mit Tabakwaren stieg zuletzt weiter an. Der sogenannte Kleinverkaufswert aller versteuerten Tabakwaren lag bei rund 31,4 Milliarden Euro.
Neben klassischen Zigaretten gewinnen alternative Nikotinprodukte zunehmend an Bedeutung. Dazu zählen E-Zigaretten, Tabakerhitzer sowie tabakfreie Nikotinbeutel. Der Markt verändert sich damit spürbar – auch im Handel.
Männer rauchen häufiger als Frauen
Wie aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, rauchen Männer weiterhin deutlich häufiger als Frauen. Besonders hoch ist der Raucheranteil bei jüngeren und mittleren Altersgruppen.
Parallel nimmt die regulatorische Debatte zu. Politik, Gesundheitsorganisationen und Branchenverbände diskutieren über strengere Vorgaben für E-Zigaretten, Einweg-Vapes und tabakfreie Nikotinprodukte sowie über höhere Steuern.
Schwarzmarkt bei Vapes wächst
Zunehmend problematisch entwickelt sich dabei der illegale Handel mit Einweg-E-Zigaretten. Branchenverbände warnen vor einer starken Verbreitung nicht regulierter Produkte. Beanstandet werden unter anderem überhöhte Nikotingehalte, fehlende Steuerzeichen sowie Verstöße gegen den Jugendschutz.
Zollbehörden melden bundesweit steigende Sicherstellungen illegaler Ware. Gleichzeitig wächst der Druck auf Handel und Politik, wirksamere Kontrollmechanismen zu etablieren.
Handel unter regulatorischem Druck
Für Händler steigen zugleich die Anforderungen. Neben strengeren Jugendschutzvorgaben gewinnen auch Rücknahme- und Entsorgungspflichten für elektronische Nikotinprodukte an Bedeutung. Besonders Einweg-Vapes stehen wegen Umweltbelastung und Lithium-Batterien zunehmend in der Kritik.






