Der Pro-Kopf-Verbrauch bei klassischen Fleisch- und Wurstwaren ist hierzulande seit drei Jahren wieder leicht ansteigend (aktuell: 54,9 kg), nachdem er 2022 auf seinen bisherigen Tiefstand von 52,8 Kilogramm gefallen war. Wie lange diese Trendwende anhält und ob Fleischalternativen künftig einen ähnlich dynamischen Aufschwung wie in den vergangenen zehn Jahren erleben werden, bleibt abzuwarten.
Fakt ist: Einige Hersteller, darunter auch die Rügenwalder Mühle und Livekindly, beobachten in diesem Jahr bereits wieder spürbare Zuwächse bei den pflanzlichen Alternativen. „Das Potenzial der Kategorie ist nach wie vor groß. Der Markt ist allerdings anspruchsvoller geworden“, so Claudia Hauschild, Leiterin Unternehmenskommunikation bei Rügenwalder.
Nach Einschätzung mehrerer Händler sind sie jedenfalls weiterhin fester Bestandteil des Sortiments. „Die Nachfrage ist weiterhin vorhanden, insbesondere bei jüngeren Kunden und Flexitariern“, berichtet Rewe-Kaufmann Max Stenten.
Doch es gibt auch andere Stimmen, wie die von Edeka-Händler Christopher Zimmermann. „Wir beobachten eine klar rückläufige Entwicklung bei den pflanzlichen Alternativen. Immer mehr Konsumenten wünschen sich wieder transparentere, gesündere Naturprodukte.“
Starke Nachfrage nach Geflügel setzt sich fort
Schaut man auf die jüngste Entwicklung der klassischen Fleischsorten, ist Geflügelfleisch nach vor wie sehr beliebt. „Viele Kunden schätzen Geflügel aufgrund seiner Vielseitigkeit, des vergleichsweise günstigen Preises und seiner ernährungsphysiologischen Eigenschaften“, betont Max Stenten.
Die Zahlen geben dem Reweaner Recht: So erhöhte sich der Pro-Kopf-Verbrauch von Geflügelfleisch in den letzten Jahren prozentual am stärksten und erreichte 2025 14,7 Kilogramm, gegenüber 12,4 Kilogramm im Jahr 2022. Dagegen entwickelten sich Schweine- und Rindfleisch zuletzt jeweils relativ stabil.
Die aktuellen Trends auf einen Blick
- Kunden achten auf Qualität, Herkunft, Regionalität und Tierwohl
- Geflügelfleisch entwickelt sich weiter positiv
- Verbraucher kaufen bewusster ein, entscheiden sich aber häufiger für hochwertige Produkte
- Pflanzliche Alternativen bleiben gefragt
- Immer mehr Konsumenten weichen gerne auf SB-Produkte aus, vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten
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