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EHI-Studie: Checkout im Umbruch

Laut der Studie „Checkout-Trends 2026“ des EHI Retail Institute zählen die Integration Künstlicher Intelligenz, der Ausbau von Self-Checkout- und Self-Scanning-Systemen sowie der Einsatz mobiler Geräte mit Kassenfunktion derzeit zu den größten Trends innerhalb der Kassenlandschaft.

Dienstag, 24. Februar 2026

Foto: EHI
EHI POS Systeme Handlungsbedarf

Von Mirko Jeschke

Vom physischen Terminal zur vernetzten Plattform: Die Kassenlandschaft im Einzelhandel befindet sich laut dem EHI Retail Institute im Umbruch. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, setzt der Handel gezielt auf strategische Investitionen in Checkout-Technologien. Die befragten Händler identifizieren dabei vor allem die Integration Künstlicher Intelligenz, den Ausbau von Self-Checkout- und Self-Scanning-Systemen sowie den Einsatz mobiler Geräte mit Kassenfunktion. Das geht aus der neuen EHI-Studie „Checkout-Trends 2026“ hervor, die im Rahmen der Fachmesse EuroShop in Düsseldorf (22.-26.2.) vorgestellt wurde.

„Der Checkout entwickelt sich zu einer intelligenten, vernetzten Plattform, die Effizienz, Flexibilität und Innovationskraft vereint. Händler positionieren sich bereits jetzt für die Ära des vernetzten Handels“, erklärt Studienautor Cetin Acar.

Weniger Kassen, mehr KI und Self-Service

Der seit Jahren zu beobachtende Rückgang bei der Anzahl der Kassensysteme und Betriebe im Handel setzt sich weiter fort. Aktuell sind 904.300 Kassen (2024: 931.000) in 473.700 Betrieben (2024: 498.200) im Einsatz. Grund dafür sind Schließungen von Geschäften aus wirtschaftlichen Gründen oder aufgrund der starken Konkurrenz durch den Onlinehandel. Dadurch sinkt die Gesamtzahl der stationären Touchpoints. Auch Self-Checkout-Kassen halten diesen Trend nicht auf.

Für die Befragten rücken drei Anforderungen beim Kassenprozess besonders in den Vordergrund: 60 Prozent (2024: 33 Prozent) sehen den größten Handlungsbedarf bei der Unterstützung durch KI, beispielsweise um den Checkout zu optimieren. An zweiter Stelle nennen die Händler Self-Service-Lösungen (56 Prozent). Diese können Wartezeiten reduzieren und Personaleinsätze flexibler gestalten. Ebenfalls oben auf der Liste stehen mobile Geräte mit Kassenfunktion (48 Prozent). Sie ermöglichen es, den Checkout in den Verkaufsraum zu verlagern.

Investitionen in Kassentechnologien

Der Modernisierungsdruck auf die Filialsysteme wächst spürbar. Das durchschnittliche Alter der Kassenhardware beträgt derzeit 5,9 Jahre und liegt damit über dem Wert von 5,5 Jahren aus der Studie von 2024. Die Investitionsbereitschaft wird dabei durch wirtschaftlich schwierige Rahmenbedingungen wie hohe Energiekosten und ein schwaches Konsumklima gedämpft. Händler entscheiden sich eher für einen gezielten Austausch einzelner Komponenten wie Scanner, Drucker oder Displays. So streben nur 22 Prozent einen vollständigen Systemaustausch an. Dennoch planen 88 Prozent der Befragten eine Veränderung der Kassenhardware in den kommenden zwei Jahren.

Ähnlich verhält es sich mit der Software: Mit einem Durchschnittsalter von 6,9 Jahren (2024: 6,4 Jahre) ist sie reif für Erneuerungen. Die Änderungsbereitschaft bleibt hoch: Rund die Hälfte der Befragten plant einen Wechsel der Kassensoftware. Dabei rücken maßgeschneiderte Individuallösungen zunehmend in den Fokus. Schließlich ermöglichen sie eine nahtlose Integration in die bestehende Systemlandschaft sowie eine schnelle Einführung neuer Funktionen wie kontaktlose Zahlungen oder Loyalty-Programme.

Termin: Check-Out Day 2026

Am 2. Dezember kürt die RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel in Zusammenarbeit mit Mars Wrigley erneut die besten Kassenzonen im LEH sowie im Tankstellen-Segment. Die zweite Ausgabe des Check-Out Day findet in diesem Jahr im Infinity Hotel & Conference Resort Munich in Unterschleißheim statt. Die Teilnehmer erwartet ein vielfältiges Programm mit spannenden Vorträgen, Round Tables/ Workshops, Praxis-Talks/ Prodiumsdiskussionen; zudem haben sie die Möglichkeit für ausgiebiges Networking.

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