Das Berliner Marktforschungsunternehmen POSpulse hat in einer Vergleichsstudie 2025/26 untersucht, wie Shopper die Lebensmittelpreise im deutschen Handel wahrnehmen und wie sie auf Preisveränderungen reagieren. Das Ergebnis: Die hohe Preiswahrnehmung bleibt bestehen, gleichzeitig wird der Vergleich zwischen verschiedenen Supermärkten wichtiger.
Preise bleiben hoch im Bewusstsein
89,6 Prozent der Befragten empfinden die Preise im Supermarkt als höher als im Vorjahr. Die Hälfte nimmt sie als „etwas teurer“ wahr, weitere 39,6 Prozent sogar als „viel teurer“. Nur 2,3 Prozent sehen die Preise als günstiger an. Auch die Einschätzung des Preis-Leistungs-Verhältnisses fällt zurückhaltend aus: Lediglich 4,2 Prozent finden, dass die Produktqualität die aktuellen Preise vollständig rechtfertigt. 53,6 Prozent sehen dies nur teilweise so, 42,2 Prozent verneinen es.
Preisvergleich nimmt zu
Die Preissensibilität zeigt sich auch beim Einkaufsverhalten. 31,9 Prozent vergleichen 2026 „sehr häufig“ den Preis desselben Produkts in verschiedenen Supermärkten. Im Vorjahr waren es 22,4 Prozent. Weitere 31,1 Prozent vergleichen „häufig“. Damit prüft knapp jeder Dritte sehr häufig und insgesamt fast zwei Drittel der Befragten häufig oder sehr häufig die Preise verschiedener Händler.
Günstigere Marke oder weniger kaufen
Wie Shopper auf höhere Preise einzelner Warengruppen reagieren, zeigt ein ähnliches Muster: Am häufigsten wechseln sie zu einer günstigeren Marke im selben Geschäft oder reduzieren ihren Kauf bis hin zum vollständigen Verzicht. Beim Beispiel Speiseöl greifen etwa 33,1 Prozent zu einer günstigeren Marke, 28,8 Prozent kaufen weniger oder gar nicht. Eine andere Reaktion ist, dieselbe Marke trotz des höheren Preises weiterzukaufen. Das gilt 2026 beim Beispiel Speiseöl für 25 Prozent der Befragten.






