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Veggie Burger-Verbot: Greifen Shopper wirklich daneben?

Die EU will Begriffe wie „Veggie Burger“ verbieten. Die Begründung: Verbraucher könnten verwirrt sein. Eine Studie zeigt: Tatsächlich wird beim Einkauf auch mal danebengegriffen. Begrifflichkeiten sind allerdings nicht das Problem.

Donnerstag, 6. November 2025

Foto: AdobeStock/Berzyk
Veggie Burger

Von Sibylle Menzel

Anfang Oktober hatte das EU-Parlament mehrheitlich beschlossen, Begriffe wie „Burger“, „Schnitzel“ und „Wurst“ für vegetarische und vegane Lebensmittel zu verbieten. Ein Begriff wie Veggie Burger würde Verbraucher verwirren, so die Begründung.

Die Marktforscher von Appinio haben nun Konsumenten in Deutschland befragt und einen ergänzenden 1‑Sekunden‑Flashtest durchgeführt, um herauszufinden, wie Menschen Fleisch‑ und Ersatzprodukte spontan erkennen – und was beim echten Einkauf von Veggie Burger und Co. schiefläuft.

Ergebnis: Im Flashtest konnten 95 Prozent der Teilnehmenden sofort richtig zuordnen, ob sie ein Fleischprodukt oder ein pflanzliches Ersatzprodukt vor sich hatten. Im echten Einkauf sieht es anders aus: Fast ein Drittel gab an, schon einmal zum „falschen“ Produkt gegriffen zu haben – egal ob Fleisch oder pflanzlich.

Nach den Marktforschern sei nicht die Verpackung das Problem, da Marken visuell auseinandergehalten werden könnten. Die Herausforderung sei vielmehr der Kontext: Kaufentscheidungen würden oft durch Regalordnung, Verfügbarkeit oder visuelle Nähe beeinflusst werden. Die Entscheidungen würden demnach mehrdimensional fallen – sie entstehen aus Routine, Ablenkung und Überangebot.

 

 

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