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Safety first: Sicherheit an SB-Kassen

Im Lebensmittelhandel sind SB-Kassen deutlich auf dem Vormarsch. Die Übergabe der Verantwortung beim Checkout an den Kunden birgt jedoch auch Risiken. Um diese zu minimieren, hilft der Einsatz von künstlicher Intelligenz.

Mittwoch, 18. Februar 2026

RUNDSCHAU

Von Mirko Jeschke

Mit dem verstärkten Einsatz von SB-Kassen trägt der LEH dem Kundenwunsch nach schnelleren, unkomplizierteren Bezahlvorgängen Rechnung. Und die Entwicklung ist rasant: So haben sich Self-Checkout-Systeme in Deutschland in den letzten zwei Jahren mehr als verdoppelt. Inzwischen haben die Kunden in über 11.000 Geschäften die Möglichkeit, den Scan- und Bezahlvorgang selbst in die Hand zu nehmen. „Das eigene Scannen der Artikel an der Kasse oder mobil am Regal sehen Händler als zusätzlichen Kundenservice, weil es Wartezeiten verkürzt oder lästiges Umpacken an der Kasse vermeidet. Insbesondere der Personalmangel hat die Verbreitung solcher Systeme beschleunigt“, erklärt Frank Horst, Leiter der EHI-Initiative Self-Checkout.

KI-Lösung gegen Warenschwund

Bei der Edeka-Kaufmannsfamilie Paschmann, die im Ruhrgebiet rund ein Dutzend Märkte betreibt, sind SB-Kassen längst im Einsatz. Neu ist allerdings eine innovative Lösung in der Düsseldorfer Suitbertusstraße. Hier wurde erstmals in einem Supermarkt in Deutschland die Lösung Vynamic Smart Vision / Shrink Reduction von Diebold Nixdorf eingesetzt, und zwar an acht Selbstbedienungskassen. Die KI-basierte Technologie adressiert Fehlbedienungen an der SB-Kasse – sowohl unbeabsichtigte als auch beabsichtigte – und bietet dem Handel so Schutz vor den häufigsten Verlustursachen im Self-Checkout-Bereich. Die Lösung analysiert laut Hersteller Verhalten und Aktivitäten der Kunden mithilfe von Kameras in Echtzeit. Erkennt das System einen missglückten Scan oder eine Fehlbedienung, erhalten diese auf dem Display der SB-Kasse den Hinweis, dass ein Artikel nicht richtig erfasst wurde. Der Scanvorgang kann daraufhin ohne größere Unterbrechung des Checkout-Prozesses wiederholt werden. Erst bei einer erneuten Fehlermeldung des Systems werden Mitarbeiter informiert und können bei Bedarf unterstützen. Dabei helfen kurze Videosequenzen der vom System erkannten Anomalie, um der Kundschaft den Vorgang zu veranschaulichen und zu erklären, wie bestimmte Fehlbedienungen in Zukunft vermieden werden können.
Geschäftsführer Falk Paschmann sagt: „Wir möchten das Einkaufserlebnis für unsere Kundschaft mit modernster Store-Technologie so ansprechend wie möglich gestalten. Dies gilt auch für den Bezahlvorgang.“ Mit der Softwarelösung „können wir unseren Kunden die Sicherheit geben, alle Transaktionen korrekt und auch schneller durchzuführen“.
Aktuell befinden sich die Diebold-Nixdorf-Lösungen auch bei Edeka Beckesepp (Freiburg im Breisgau) im Einsatz. Die Systeme des weltweit tätigen IT-Unternehmens sind zusätzlich mit einer automatischen, KI-basierten Alterskontrolle ausgestattet.

Problem Warenschwund

Für Michael Scheibner, CEO vom PoS-Softwareanbieter GK, ist Betrug am Self-Checkout „eines der großen Themen, mit denen vor allem der LEH derzeit zu kämpfen hat“. Die Lösung GK Vision, ebenfalls KI-basiert, soll No-Scans und Fehlscans in Echtzeit identifizieren und die Erfassung von Artikeln wie Frische und Backwaren erleichtern. Mehr Infos zum Thema in unserer EuroShop-Vorschau.

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