Mit der geplanten Integration der Tegut-Standorte will die Rewe Group die Nahversorgung in den betroffenen Regionen ausbauen. Die Märkte sollen modernisiert und an bestehende Sortiments- und Logistikstrukturen angebunden werden. Kundinnen und Kunden sollen künftig von einer verbesserten Warenverfügbarkeit, klareren Sortimenten und einem erweiterten Eigenmarkenangebot profitieren.
Zugleich soll die Zusammenarbeit mit regionalen Erzeugern bestehen bleiben. Auch Bio-Produkte und hochwertige regionale Waren sollen weiterhin eine zentrale Rolle im Sortiment spielen. Betroffene Kommunen und regionale Lieferanten hatten sich besorgt gezeigt.
Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben
Allen Beschäftigten der betroffenen Tegut-Märkte soll ein Arbeitsplatzangebot gemacht werden. Rewe-Vorstand Peter Maly betonte, das Unternehmen wolle Verantwortung für die Standorte und ihre Teams übernehmen und sowohl Arbeitsplätze sichern als auch wirtschaftliche Perspektiven schaffen.
Stefan Görgens, Bereichsvorstand von Penny Deutschland, kündigte an, die Filialen auf das Markthallen-Konzept des Discounters umzustellen. Geplant sei ein Fokus auf Frischeprodukte sowie ein breites Angebot an Marken- und Eigenmarkenartikeln zu Discount-Preisen.
Entscheidung des Bundeskartellamts steht aus
Die Vereinbarung ist das Ergebnis eines Verkaufsprozesses, den Migros Zürich mit mehreren Interessenten geführt hat. Weitere Details zu den betroffenen Standorten wurden nicht genannt.
Der Vertrag soll zeitnah beim Bundeskartellamt angemeldet werden. Erst nach der fusionskontrollrechtlichen Prüfung kann die Übernahme vollzogen und die Integration der Märkte umgesetzt werden.
Edeka übernimmt rund zwei Drittel der Standorte
Edeka soll nach aktuellem Stand einen wesentlichen Teil der Tegut-Gruppe übernehmen. Dazu gehören rund 200 Standorte mit den Vertriebsmitarbeitenden, das Logistikzentrum in Michelsrombach, die Herzberger-Bäckerei sowie die Smart Retail Solutions, Betreiberin der Teo-Standorte in Deutschland.
“Aus meiner Sicht war die Idee, aus dem Stammgebiet auszugehen und Märkte in Baden-Württemberg und München zu eröffnen, problematisch für Tegut“, sagt Prof. Dr. Stephan Rüschen (DHBW Heilbronn) zu den Gründen der Tegut-Pleite. Hier mehr dazu.






