Der Trend zu weniger verarbeiteten Lebensmitteln prägt aktuell den Markt für Molkereiprodukte. So versuchen 69 Prozent der Deutschen, ultrahochverarbeitete Lebensmittel zu vermeiden. Fast die Hälfte der Konsumenten hält die Verarbeitung von Milchprodukten zwecks Änderung der Nährstoffe für unnötig. Im Vergleich zu pflanzlichen Alternativen werden Milchprodukte in der Regel als weniger verarbeitet wahrgenommen. Für Hersteller von Milchprodukten bietet es sich daher an, auf der Verpackung regionale Herkunft und Natürlichkeit des Produkts hervorzuheben.
Auf einen Blick: Genussvorlieben
Selberkochen: Lust auf Neues
Mit dem Trend zum Selberkochen steigt die Nachfrage nach neuen Geschmacksrichtungen, besonders bei Sahne und Frischkäse. Deutschland ist der innovativste Markt für aromatisierte Frischkäseprodukte weltweit. Ausgefallene Varianten wie Pistazie, Panna Cotta oder florale Noten gewinnen an Dynamik. Bei vielen Konsumenten verändern Medikamente Geschmacksempfindungen und Hungergefühl. Es empfiehlt sich daher, mit kräftigeren Geschmacksrichtungen wie Umami zu experimentieren.
Kaufentscheidung: Bereit zu Zahlen
Nachhaltige und tierfreundliche Produktion sind für viele Konsumenten von Milch, Milchgetränken und Sahne kaufentscheidend: 43 Prozent verbinden Qualität mit tierfreundlicher Haltung. Weitere 52 Prozent sind bereit, für Milchprodukte, die die Branche unterstützen, mehr zu zahlen. Transparente Kommunikation mit Proof Points zu nachhaltigen Praktiken wird immer wichtiger, um Vertrauen zu schaffen.
Shopper-Intresse: Regional zählt
Deutsche Verbraucher legen immer größeren Wert auf die Herkunft ihrer Milchprodukte. 90 Prozent der zwischen Januar 2024 und Juni 2025 eingeführten Milch- und Sahneprodukte werden inzwischen in Deutschland produziert. Das trifft auf deutliche Resonanz beim Shopper: 38 Prozent der Konsumenten von Milch, Milchgetränken und Sahne betrachten die regionale Herstellung als wichtiges Qualitätsmerkmal, was die emotionale Markenbindung stärkt.
Zahlenticker
Protein als Qualität
der 16- bis 34-Jährigen sehen „reich an Protein“ als Qualitätsmerkmal in Milchgetränken und Sahne.
Kuhmilch ist gefragt
der Deutschen greifen zu klassischer Kuhmilch, 28 Prozent zu pflanzlichen Alternativen. Letztere sind vor allem bei den 16- bis 44-Jährigen beliebt.
Am liebsten tierisch
der Konsumenten greifen bei Sahne zum tierischen Produkt. Nur 11 Prozent konsumieren pflanzliche Optionen.
Thema Haltbarkeit
der Konsumenten von Milch, Milchgetränken und Sahne erachten regionale Herkunft als Qualitätsmerkmal der Produkte, dicht gefolgt von den
Kriterien „ohne künstliche Inhaltsstoffe“ (36 %) und „lange haltbar“ (33 %).









