Der Geflügelmarkt wächst – und Heidemark will daran stärker partizipieren. Mit zusätzlichen Verarbeitungskapazitäten und einem erweiterten Sortiment soll das Hähnchen-Geschäft künftig eine größere Rolle beim Geflügelverarbeiter spielen. Gleichzeitig setzt Heidemark auf den Strukturwandel in der Landwirtschaft und unterstützt Schweinehalter dabei, ihre Betriebe auf die Hähnchenmast umzustellen.
Im Interview erläutert Geschäftsführer Timo Macke die Wachstumsstrategie und die Erwartungen an Politik und Handel.
Heidemark möchte das Hähnchen-Geschäft ausbauen. Was sind hier die Ziele?
Timo Macke: Wir sind mit Gut Bergmark bereits in der Hähnchenvermarktung aktiv und werden das Geschäftsfeld konzeptionell und volumenmäßig weiter ausbauen. Durch die Erweiterung unserer Kapazitäten – die wir ganz klar anstreben – können wir die Hähnchenverarbeitung an zwei Produktionsstandorten aufnehmen und werden die Möglichkeit auch nutzen – und damit unseren Einstieg in den Hähnchenmarkt als substanzieller Anbieter auf dem deutschen Markt fortführen.
Was kann der Lebensmittelhandel künftig von Heidemark erwarten?
Macke: Heidemark befindet sich als Anbieter auf dem Geflügelmarktsektor auf einem Wachstumskurs. Wir sind und bleiben für Handel und Industrie in Deutschland der führende Anbieter im Bereich Pute. Dort werden wir Zug um Zug das Sortiment erweitern und noch stärker mit neuen Produkten auf die sich verändernden Konsumgewohnheiten der Verbraucher eingehen. Das Gleiche können Sie auf dem Hähnchenmarkt erwarten. Wenn wir unsere neu dazugewonnenen Kapazitäten voll ausschöpfen können, wird Heidemark die steigende Nachfrage nach Hähnchen als verlässlicher Partner bedienen können.
Sie fördern den Umbau von Schweineställen für die Hähnchenproduktion. Welche Anreize gibt es dazu?
Macke: Der Geflügelmarkt ist ein Wachstumsmarkt – und wir brauchen deshalb mehr Landwirte, die Hähnchen großziehen. Im gleichen Maße ist in den letzten Jahren der Schweinemarkt eingebrochen. Immer mehr Bauern steigen aus der Schweinemast aus.
Diesen Strukturwandel beobachten wir mit Interesse. Wenn Landwirte aus der Schweinehaltung aussteigen und ihre Stallflächen in der Nutztierhaltung umwidmen und umrüsten wollen, sind wir gern mit unserer Expertise in der Geflügelproduktion gute Ratgeber und sicherlich auch Abnehmer. Damit das gelingt, müssen Bau- und Emissionsrecht vereinfacht werden. Aber da bewegt sich gerade die Politik in die richtige Richtung, um die bisher bestehenden rechtlichen Hürden zu beseitigen.






