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Food Trends 2026: Essgewohnheiten im Wandel

Ein zentrales Motiv sticht bei den Trendthemen 2026 hervor: Der Wunsch der Konsumenten nach einem Lebensstil, der Körper, Umwelt und Alltag ins Gleichgewicht bringt. Was bedeutet das für die Lebensmittelbranche in Zukunft? Wir zeigen, wohin die Reise geht.

Dienstag, 20. Januar 2026

Adobe Stock/ConceptStudio (M)

Von David Georgi

Die Zukunft es Essens wartet nicht – sie wird gemacht” – David Georgi, Marktforschungsinstitut NIQ

Veränderung: Das war in den vergangenen fünf Jahren die einzige Konstante für europäische Verbraucher. Steigende Preise, der Wunsch nach Bequemlichkeit und das Streben nach gesünderen Gewohnheiten haben neue Verhaltensmuster geschaffen, die die Art und Weise, wie wir Lebensmittel konsumieren, grundlegend verändert haben.

Convenience ja – aber differenziert

Während „Ready-to-heat“-Produkte in den Jahren 2022 und 2023 corona-bedingt boomten, verlangsamte sich das Wachstum zuletzt: Kostenbewusstsein und die Rückkehr ins Büro führten wieder zu mehr Selberkochen. Dennoch: Die alten Muster sind passé. Sushi, Wraps und asiatische Schnellgerichte sind inzwischen feste Größen im Handel – sie verbinden den Wunsch nach Exotik mit Convenience.

Die Nachfrage nach praktischen Lösungen für unterwegs bleibt hoch. Händler reagieren mit einem erweiterten Sortiment an internationalen Gerichten, die unkompliziert zubereitet sind. Convenience ist nicht mehr nur „schnell und einfach“, sondern zunehmend „gesund, abwechslungsreich und inspirierend“.

Trinkmahlzeiten im Mainstream

Flüssige Mahlzeiten haben sich vom Nischenprodukt zum Massenmarkt entwickelt. Sie versprechen eine vollständige Mahlzeit in einem praktischen Format – ideal für eine mobile, flexible Lebensweise. Parallel wächst die Nachfrage nach funktionalen Lebensmitteln rasant: Protein, Probiotika, Ballaststoffe und angereicherte Produkte sind längst keine Randerscheinung mehr. Protein etwa verzeichnet seit 2021 ein Plus von 54 Prozent bei den Distribution Points – ein klares Signal für seine Relevanz. Was einst als Nischentrend begann, ist heute ein Treiber für Innovationen in mehreren Kategorien.

Längst sind Supermärkte ein Fundus für Lebensmittel und Getränke, die auf individuelle Bedürfnisse, Lebensstile, Vorlieben und Gesundheitsziele eingehen. Die Palette reicht von proteinreichen Produkten, Zuckerfreiem, Low-Carb- oder pflanzlichen Alternativen bis zu gluten-, laktose- oder allergenfreien Produkten sowie funktionellen Lebensmitteln, die etwa mit Vitaminen, Ballaststoffen und Co. angereichert sind.

Ausblick 2026: Megatrends beschleunigen die Transformation

Die Dynamik wird nicht nachlassen – im Gegenteil. Themen wie Langlebigkeit, personalisierte Ernährung und die veränderte Work-Life-Balance durch KI werden Innovationen weiter vorantreiben. Verbraucher erwarten zunehmend Produkte, die nicht nur satt machen, sondern aktiv zur Gesundheit beitragen – von Darmgesundheit bis kognitiver Leistungsfähigkeit.

Ein weiterer potenzieller Game Changer steht bereits vor der Tür: GLP‑1‑Therapien, die mit erschwinglicheren Optionen den Markt erreichen und Essgewohnheiten nachhaltig beeinflussen könnten. Wenn diese Medikamente breiter verfügbar werden, könnte sich die Nachfrage nach kalorienreduzierten, proteinreichen und funktionalen Lebensmitteln nochmals deutlich beschleunigen.

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Den kompletten Beitrag und Übersicht aller Food Trends 2026 lesen im aktuelle E-Paper der Januar-Ausgabe der RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel.

 

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