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Tomaten: Selbstversorgungsgrad in Deutschland bei nur knapp vier Prozent

Tomaten sind gerade im Sommer eine beliebte Gemüsesorte, der Verbrauch in Deutschland ist hoch. Aber der Selbstversorgungsgrad ist einer der niedrigsten bei Obst und Gemüse.

Donnerstag, 28. Mai 2026

Von Martina Kausch

Keine mediterrane Küche ohne Tomaten – aber die Ware im deutschen LEH kommt überwiegend aus Belgien und den Niederlanden. Bei den Kirschtomaten stehen aktuell vorrangig italienische und nachgeordnet französische und tunesische Offerten bereit, zeigt der aktuelle Marktbericht (KW 21) des Ernährungsministeriums (BMLE). Bei Fleischtomaten gab es auch polnische Chargen. Inländische Partien waren knapp und teuer und daher oftmals nur für den Facheinzelhandel interessant.

Auch Spezialitäten wie Ochsenherztomaten oder Eiertomaten wurden vorrangig im Facheinzelhandel untergebracht, berichtet das Ministerium. Der Bedarf konnte in der Regel ohne Schwierigkeiten gedeckt werden. Kirschtomaten verbilligten sich häufig, was den Umschlag prompt beschleunigte. Die Preise insbesondere der Rispen- und Runden Tomaten bewegen sich aktuell auf hohem Niveau.

Infos zum Selbstversorgungsgrad

Grafik: BLE

Verglichen mit dem Selbstversorgungsgrad bei Lebensmitteln insgesamt (84 Prozent) fällt der Selbstversorgungsgrad bei Gemüse (37 Prozent) und Obst (20 Prozent) in Deutschland im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre deutlich geringer aus. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung  (BLE) kennt die aktuellen Zahlen.

Äpfel sind nicht nur das beliebteste Obst bei den Menschen in Deutschland, sondern auch flächenmäßig die wichtigste Anbaukultur im heimischen Obstbau. Knapp die Hälfte des Bedarfs an Äpfeln ließe sich hierzulande rechnerisch aus eigener Erzeugung decken. Beim meistverzehrten Gemüse, der Tomate, sind es lediglich 3,8 Prozent. Besonders hoch fällt der Selbstversorgungsgrad mit 76,8 Prozent bei Möhren aus.

 

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