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Sieben Lehren aus Corona für die Lebensmittelbranche

Welche Erkenntnisse zieht man aus den Herausforderungen, die Kaufleute, Handelsunternehmen und Industrie in den vergangenen Wochen bestehen mussten? Die RUNDSCHAU-Redaktion analysiert.

Donnerstag, 14. Mai 2020

Coronavirus: Leben mit der Maske.Coronavirus: Leben mit der Maske.
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Von Martina Kausch | Fotos: Gleichklang Ltd.

1. Mit Plan kommunizieren – In einer neuen Situation wie einer Pandemie spüren viele Mitarbeiter Unsicherheit und Angst. „Mitarbeiterinformation ist dann das Allerwichtigste“, sagt Edeka-Kaufmann Sebastian Cramer. Tägliche Videokonferenzen mit Bezirks- und Marktleitern, ein Newsticker für alle Mitarbeiter und jeden Morgen eine Mitarbeiteransprache wurden zur Gewohnheit, die die Kollegen positiv aufnahmen und dann auch einforderten, berichtet er.
2. Fokus auf Hygiene und Abstand bleibt existenziell – Corona lehrt: Nur Hygiene und Abstand verhindern die Ausbreitung infektionsgefährlicher Viren. Bis Impfstoffe und Medikamente gegen Covid-19 entwickelt sind, werden beim Einkaufen die Abstandsregeln und Maskenpflicht gelten.
3. Eigenes Netzwerk liefert wichtiges Know-how – Von der Organisation des Spuckschutzes bis zur Einführung der Schichtarbeit, um Infektionsrisiken zu minimieren – viele Lösungsansätze in der Krise kamen im LEH aus dem eigenen Team und den eigenen Netzwerken, berichten Händler.
4. Viele Kunden schätzen nun Lebensmittel-Lieferdienste – Einige Kunden, die in Corona-Zeiten den Einkauf per Onlinebestellung und Lieferung entdeckt haben, werden bei diesem Verhalten bleiben. Die Wachstumsraten der Lieferdienste zeigen, dass viele Konsumenten ihr Einkaufsverhalten ändern.
5. Regional gewinnt, Vielfalt statt Masse – Grenzschließungen waren vor Corona undenkbar. Nun zwingen sie die Branche zum Umdenken. Zum einen gewinnen regionale Lieferketten an Bedeutung, weil sie aufgrund der Nähe verlässlicher sind. Zum anderen müssen Händler erkennen: Wer in bestimmten Sortimenten von einzelnen Lieferanten abhängig ist, kann Probleme bekommen. Die Krisenerfahrung dürfte zudem die Investitionen in neue Logistiksysteme – Stichwort Künstliche Intelligenz – befördern und das Outsourcing von Logistikleistungen bremsen.
6. Sonntagsöffnungen nein danke – Ruhetag ist wichtig. Die Öffnungszeiten im Lebensmittelhandel wurden wegen der Corona-Pandemie gelockert. Die meisten Händler wollen jedoch nicht von der Sonderregelung des Sonntagsverkaufs Gebrauch machen. 7. Höhere Wertschätzung hilft gegen Fachkräftemangel – Die Corona-Krise hat dem Lebensmittelhandel eine neue öffentliche Wertschätzung gebracht. Kassiererinnen mit Heldenstatus beispielsweise hätte man vorher nicht für möglich gehalten. Das Image als krisensichere Branche hilft auch künftig bei der Rekrutierung von Arbeitskräfte.

 

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