Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé teilte am Freitag mit, man prüfe die Lage sowie mögliche Handlungsoptionen. Das Dekret war am 17. September 2026 veröffentlicht worden.
Nestlé erklärte, alle notwendigen Schritte unternehmen zu wollen, um seine Rechte zu schützen und den Geschäftsbetrieb im Interesse aller Beteiligten fortzuführen. Besonders verwies der Konzern dabei auf seine Beschäftigten. Zu konkreten Folgen für Produktion, Lieferketten oder den Vertrieb machte das Unternehmen zunächst keine Angaben.
Übertragung an kremlnahe Investoren?
Nach Angaben des Informationsportals Swissinfo betrifft die Anordnung Anteile an Nestlé Russia und Nestlé Kuban. Diese sollen künftig von der russischen Gesellschaft L.E.V. Management verwaltet werden. Der Schweizer Konzern bleibt demnach zwar Eigentümer, verliert aber vorerst die Entscheidungsgewalt über die betroffenen Beteiligungen.
Die Maßnahme reiht sich in eine Serie ähnlicher Eingriffe der russischen Führung ein. Seit 2023 wurden unter anderem die Russland-Geschäfte von Danone, Carlsberg und Fortum zeitweise unter staatliche Verwaltung gestellt. Beobachter werten solche Schritte als mögliches Vorspiel für eine Übertragung von Vermögenswerten an kremlnahe Investoren.






