Nachdem es am 12. August beim Wurst- und Schinkenhersteller Bedford in Osnabrück einen Großbrand in der Produktion gegeben hatte, bei dem vor allem die Zerlegung des Betriebes getroffen wurde, fand am gestrigen Mittwoch eine Betriebsversammlung statt. Inhaber und Geschäftsführer haben kommuniziert, dass sie Kurzarbeit für die insgesamt 355 Mitarbeiter aktuell vermeiden können, was von den Mitarbeitern “mit Erleichterung aufgenommen wurde”.
Geschäftsführer Andreas Loch: „Wir brauchen jetzt in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten wirklich die Hilfe und die Hände und den Kopf aller für den Wiederaufbau.“
Bei dem Feuer vergangene Woche mussten zunächst alle Mitarbeiter evakuiert werden. Verletzte und Personenschäden hat es nicht gegeben. Welche angrenzenden Produktionsbereiche in welcher Form betroffen sind, konnte kurz nach dem Brand noch nicht gesagt werden. Auch über das Ausmaß des Schadens lagen noch keine Erkenntnisse vor. Rund 30 Gutachter und Sachverständige waren im Einsatz.
Auslieferung von TK-Produkten nicht betroffen
Das Tiefkühllager sowie ein Lager für Saltufo waren nicht vom Brand betroffen, weshalb Bedford bei seinen tiefgekühlten Convenience-Produkten lieferfähig ist. Inwieweit das Unternehmen Saltufo ausliefern kann, wird noch abgeklärt. Die Produktion in Osnabrück ruht bis auf Weiteres. Die Unternehmensspitze arbeitet mit Hochdruck daran, Lösungen für die Wiederaufnahme von Teilen der Produktion zu finden, teilte Bedford vergangene Woche mit.
Das Unternehmen beliefert die Bedienungstheken im Lebensmitteleinzelhandel, Metzgereien und Bäckereien mit Salami, Schinken, Leberwurst, Pasteten, Geflügel-Bratprodukten und mehr. Als Inhaber fungieren die Geschwister Gabriele und Bert Mutsaers.






