Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht in der jüngsten Hitzewelle und der damit verbundenen Trockenheit eine große Gefahr für die Ernte von Getreide, Kartoffeln und Zuckerrüben. Je nach Region sei auch ein „totaler Ertragsausfall“ möglich. Bei Getreide, insbesondere bei Weizen und Raps, rechnet der Verband mit einer unterdurchschnittlichen Ernte.
Kartoffeln, Gemüse und Zuckerrüben stark betroffen
“Für die Herbstkulturen zeichnet sich in der Tendenz ab, dass wir auch hier mit erheblichen Ertragseinbußen rechnen müssen”, erklärt DBV-Präsident Joachim Rukwied gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das gelte für Kartoffeln, Gemüse und Zuckerrüben, aber auch für Körnermais und Sojabohnen.
“In südlichen Teilen Deutschlands könnte das bis zum totalen Ertragsausfall gehen”, so Rukwied weiter.
Ein weiteres Problem sieht der Verbandspräsident im Einbruch der Futterbestände, vor allem im Süden der Republik. Vereinzelt seien Landwirte deshalb bereits gezwungen gewesen, Tiere früher als geplant schlachten zu lassen.
Sofortmaßnahmen gefordert
An die Politik gerichtet plädiert der DBV etwa für eine Erhöhung der EU-Düngemittelbeihilfe von 60 auf 180 Millionen Euro, das Vorziehen der Auszahlung von 80 Prozent der EU-Direkthilfen an die Bauern auf Oktober sowie eine deutliche Senkung der Steuern auf Diesel bis mindestens Ende November, wie Rukwied dem Fernsehsender Phoenix sagte.
Darüber hinaus sei es nun erforderlich, rasch hitzetolerantere und widerstandsfähigere Sorten beim Anbau einzuführen.






