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“Turbostart”: Top-Voraussetzungen für Spargelernte

Dank des trockenen Herbstes, des kalten Winters und der warmen Frühlingstage rechnen die regionalen Spargelbauern in Deutschland bei dem Frühlingsgemüse mit guter Qualität. Im Süden und Südwesten soll die Ernte schon bald starten.

Freitag, 6. März 2026

Foto: VSSE e.V./ C.Goeckel

Von Martina Kausch

Deutschlands Spargelbauern freuen sich auf eine gute Ernte und betonen, wieviel CO2 durch regionale Produktion eingespart werden kann. Bei Spargel liegt der Selbstversorgungsgrad in Deutschland 2025 bei 82 Prozent.

Gutes Wetter pusht die Ernte

„Der trockene Herbst und sehr kalte Wintertage haben bei den Spargelpflanzen für eine optimale Energiespeicherung, eine gute Erholungsphase und gutes Wachstum gesorgt. Mit dem gefühlten Sprung vom Winter in den Sommer treiben die Spargelstangen nun üppig aus. Mit der unerwartet schnellen Erwärmung des Damms können wir mit einem Turbostart rechnen”, berichtet beispielsweise Spargelanbauberater Dr. Ludger Aldenhoff. Auch Simon Schumacher, Geschäftsführer und Vorstandssprecher des Verbandes Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer blickt der Spargelsaison optimistisch entgegen.

Am 5. Mai ist Spargeltag

Zum vierten Mal wird es am Dienstag, 5. Mai 2026, bundesweit den „Tag des Deutschen Spargels“ geben.

Ökologischer Fußabdruck von deutschem Spargel 27-mal geringer

Laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) lag der Selbstversorgungsgrad in Deutschland bei Spargel 2025 bei 82 Prozent. Damit ist weißer Spargel eine der wenigen Gemüsearten, die zu diesem hohen Grad in Deutschland erzeugt und auch verzehrt werden.

Der Kauf von heimischem Spargel sichert nicht nur die Selbstversorgung im eigenen Land, sondern ist auch nachhaltig und fair. Die kurzen Transportwege sparen eine Menge CO2 ein. Laut dem Öko-Institut in Freiburg verursacht per Flugzeug importierter Spargel aus Peru rund 11 Kilogramm CO₂ Äquivalente (CO₂e)* pro Kilogramm. Das ist ein 27-fach größerer Fußabdruck im Vergleich zu 1 Kilogramm in Deutschland produzierten Spargel (0,4 kg CO₂ Äquivalente pro 1 kg Spargel). 32 Prozent des Spargels werden laut dem peruanischen Institut für Spargel und Gemüse IPEH auf dem Luftweg importiert.

(*verschiedene Treibhausgase in die Wirkung von Kohlendioxid (CO2) umgerechnet – Quellen: https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11850/publikationen/89_2023_texte_regionalisierung_von_ernaehrungssystemen.pdf?utm_source=chatgpt.com; https://www.fruchtportal.de/artikel/peru-exportierte-2025-menge-von-105600-tonnen-spargel-bei-einer-anbauflche-von-gut-15000-hektar/075082?i=34da7e85)

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