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Koro macht Lieferketten transparenter

Das Berliner Lebensmittelunternehmen Koro kauft das Tech-Start-up Seedtrace und sichert sich damit die exklusiven Nutzungsrechte an einer Softwarelösung, die Shoppern transparenteren Einblick in die Lieferketten geben soll.

Montag, 29. Juni 2026

Koro-Chef Florian Schwenkert setzt auf transparentere Lieferketten.Foto: Koro

Koro gibt den strategischen Erwerb der IP (Intellectual Property) des Tech-Start-ups Seedtrace bekannt. Damit sichert sich das Berliner Lebensmittelunternehmen exklusive Nutzungsrechte an einer speziellen Softwarelösung für die Herausforderungen komplexer Lieferketten in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Ziel der Akquisition ist es, Konsumenten detaillierte Einblicke in komplexe Lieferketten zu ermöglichen. Gleichzeitig sei man mit der IP von Seedtrace für kommende regulatorische Anforderungen vorbereitet, teilt das Unternehmen mit.

Das kann die Technologie

„Der Erwerb der Seedtrace-Technologie ist für uns ein wichtiger strategischer Baustein, um das Thema Lieferkettentransparenz bei Koro – und vielleicht auch darüber hinaus in der gesamten Lebensmittelindustrie – langfristig auf ein neues Level zu heben”, kommentiert Florian Schwenkert, CEO von Koro.

Die Seedtrace-Technologie ermöglicht demnach eine Interaktion zwischen allen Akteuren:
• Produzierende können Daten, Dokumente und Fragebögen direkt im System verwalten, während Geo-Daten und Primärdaten wie Farmer-Informationen präzise am Ursprung erfasst werden können.
• Durch automatisierte Datenvalidierung – insbesondere von Zahlungen an Kleinanbauende, die auf einer Blockchain gespeichert werden – schafft das System Sicherheit für alle Beteiligten.
• Vielschichtige Lieferwege können für Endverbraucher verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden und sind über eine direkte Anbindung an den Onlineshop bzw. über QR-Codes auf Verpackungen einsehbar.

Die Implementierung der Seedtrace-Technologie und aller damit verbundenen Möglichkeiten sei aufgrund der Komplexität und den benötigten Daten ein langfristiger Prozess und dürfe einer schrittweisen Integration, teilt das Berliner Unternehmen mit. Die technologische Integration soll mit der statischen Abbildung ausgewählter Lieferketten beginnen, die sich vor allem auf die Herkunfts- und Verarbeitungsländer konzentriert. Ziel ist es, sukzessive und lieferkettenspezifisch tiefer ins Detail zu gehen.

Koro ist mit seinem Sortiment von naturbelassenen Lebensmitteln wie Nussmusen und Trockenfrüchten bis zu Clean-Label-Snacks und Functional Food bekannt.

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