Mit dem 2021 angekündigten Haltungswechsel setzte sich Aldi Süd das Ziel, den Anteil von Produkten aus höheren Haltungsformen schrittweise zu erhöhen. Nach Angaben des Discounters stammen mittlerweile rund 60 Prozent des Eigenmarken-Frischfleischs von Rind, Schwein, Hähnchen und Pute – internationale Spezialitäten ausgenommen – aus den Haltungsformen 3, 4 und 5.
Mehr Tierwohl im Sortiment
Auch bei den gekühlten Fleisch- und Wurstwaren wächst der Anteil. Dort kommen laut Unternehmen inzwischen mehr als 40 Prozent der Eigenmarken-Produkte aus den höheren Haltungsformen.
Bereits 2024 stellte Aldi Süd das Eigenmarken-Trinkmilchsortiment vollständig auf die Haltungsformen 3, 4 und 5 um. Ein Jahr später sortierte der Discounter seine Frischfleischkühlung nach Haltungsformen statt nach Tierarten. Seit Anfang 2026 verzichtet das Unternehmen bei Frischfleisch sowie gekühlten Fleisch- und Wurstwaren der Eigenmarken weitgehend auf Produkte aus der Haltungsform 1. Ausgenommen sind internationale Spezialitäten.
Unternehmen sieht hohe Nachfrage
Aldi Süd wertet die Entwicklung als Beleg für eine anhaltend hohe Nachfrage nach Produkten aus höheren Haltungsformen. Zur Grillsaison hat der Discounter das Angebot entsprechender Eigenmarken-Produkte erweitert. Für eine flächendeckende Umstellung der Nutztierhaltung seien nach Unternehmensangaben jedoch auch Politik, Landwirtschaft und weitere Marktteilnehmer gefordert.
Tierschutzorganisationen begrüßen den Haltungswechsel grundsätzlich. Sie fordern jedoch, auch die Haltungsform 2 schrittweise auslaufen zu lassen und den Umbau der Tierhaltung politisch stärker zu unterstützen.






