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Fritz-Kola startet Pilotprojekt mit 0,33 Liter-Dose

Im Rahmen einer vierwöchigen Pilotphase in Hamburg bringt Fritz-Kola Ende 2025 erstmals Teile seines Sortiments in der Dose ins Regal. Der Schritt sei auch eine Reaktion auf die ausbleibende Modernisierung des Glasmehrwegsystems.

Dienstag, 11. November 2025

Foto: Fritz-Kola
Fritz Kola Original 330ml Dose Betaut

Von Mirko Jeschke

Fritz-Kola bringt Ende des Jahres Teile seines Sortiments erstmals in der Dose ins Regal. In einer vierwöchigen Pilotphase in Hamburg gibt es im Dezember fünf Sorten des Portfolios neben den gewohnten Glasgebinden auch in der 0,33l Alu-Dose zu kaufen. Laut dem das Getränkeunternehmen sei dies ein konsequenter Schritt in Zeiten eines kränkelnden Glasmehrwegsystem: Mit der ersten Fritz-Dose würden die Glasflaschen-Pioniere ihre Mission unterstreichen, Müllvermeidung voranzutreiben und funktionierende Kreisläufe zu stärken – dort, wo das Glasmehrwegsystem aktuell nicht ausreichend wirke und Rücklaufquoten sinken würden.

Neue Wege – gleiches Ziel

Nach eigenen Angaben setzt Fritz-Kola seit der Gründung 2003 aus Überzeugung auf Glasmehrweg und zeigt klare Kante gegen die Vermüllung und Plastikflut in der Getränkeindustrie. Mit hohen Investitionen in Neuglas, modernen Mehrweganlagen und lautstarkem Einsatz für ein gesundes Pfandsystem würden die Hamburger in der nachhaltigen Entwicklung der Branche vorangehen. Doch wirklich nachhaltig sei Glas nur, wenn es wiederbefüllt werden könne und wieder zurück in den Recyclingkreislauf gelange. In einigen Märkten und Zielgruppen würden Dosen derzeit stabilere Rückgabequoten als Glasmehrwegflaschen zeigen.

Das Unternehmen gehe in Sachen Nachhaltigkeit deshalb jetzt den nächsten Schritt und setze im eigenen Sortiment auf die Dose als zusätzliches Gebinde – zunächst in limitierter Auflage und im ausgewählten Hamburger Handel und Convenience-Bereich. Keine Kehrtwende, sondern ein weiterer konsequenter Schritt in die gleiche Richtung: Fritz-Kola setzt auch weiterhin auf die jeweils wirksamste Lösung für weniger Müll und ein funktionierendes Pfandsystem, heißt es.

Deutliche Erhöhung des Glaspfands gefordert

„Als Fritz-Kola 2003 an den Start ging, war für uns klar: Wir gehen konsequent den Glasmehrweg. Damals war dieser alleinige Fokus gut umsetzbar, die Pfandsätze allein reichten völlig aus, um das System stabil zu halten“, erklärt Gründer und Geschäftsführer Mirco Wolf Wiegert. Seit Jahren engagiert sich Fritz-Kola für eine Anpassung der Pfandsätze. Wiegert spricht sich für eine deutliche Erhöhung des Pfands auf Glasflaschen aus und plädiert für einen Betrag zwischen 20 und 25 Cent, um die Rückführung und den Erhalt des Mehrwegsystems langfristig zu sichern. Für ihn ist der Schritt zur Dose auch eine Reaktion auf eine ausbleibende Modernisierung des Glasmehrwegsystems in Deutschland:

„Die Pfandbeträge sind seit 40 Jahren unverändert, die Beschaffungskosten übersteigen seit langem die aktuellen Pfandsätze, Flaschen finden nicht in den Kreislauf zurück und auch auf politischer Ebene wird die Einhaltung des Verpackungsgesetzes kaum gefördert. Gleichzeitig ist unser Anspruch immer noch der Gleiche: Wir wollen als Unternehmen für eine nachhaltige Getränkebranche einstehen. Die Dose hilft uns, unsere Getränke und Werte auch dorthin zu bringen, wo Glasmehrweg (noch) nicht trägt, ohne unsere Mission aus den Augen zu verlieren.“

Dosenpilot startet in Hamburg

Ihr Debüt gibt die Dose in den Regalen ausgewählter Hamburger Läden auf St. Pauli und in der Sternschanze. Für zunächst circa vier Wochen sind dort die Sorten Original, Super-Zero, Classic Light, Limo Orange und der Kola-Mix Mischmasch in der 0,33l-Dose erhältlich – in zwei unterschiedlichen Designs, zu denen die fritz-Fans per QR-Code ihre Meinung abgeben können.

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