Der Bio-Händler Alnatura hat das Geschäftsjahr 2024/2025 mit einem Umsatz von rund 1,27 Milliarden Euro abgeschlossen. Damit steigert das Unternehmen aus Darmstadt seine Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent und setzt seinen Wachstumskurs fort.
Ausbau der Logistik für weiteres Wachstum
Um die steigende Kundennachfrage und das zunehmende Bestellvolumen zu bewältigen, nimmt Alnatura im Sommer 2026 ein neues 30.000 Quadratmeter großes Lager im südhessischen Groß-Rohrheim in Betrieb. Von dort sollen künftig sämtliche Alnatura Märkte in Deutschland beliefert werden.
Das bestehende Logistikzentrum in Lorsch bleibt weiterhin für die Versorgung der nationalen und internationalen Handelspartner zuständig. Beide Standorte sind räumlich eng verzahnt und sollen effizient zusammenarbeiten. Die neue Logistikimmobilie erfüllt hohe ökologische Standards. Alnatura strebt eine Platin-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen an.
Digitale Transformation: Investitionen in IT
Parallel zum Logistikausbau modernisiert Alnatura seine IT-Infrastruktur. Bis Ostern 2026 stellt das Unternehmen das Warenwirtschaftssystem von SAP ECC auf SAP S/4HANA um. Zudem entsteht eine neue digitale Plattform, die ein “konsistentes Kundenerlebnis über alle Kanäle” ermöglichen soll, heißt es.
Filialnetz: Umbauten, Erweiterungen und neue Märkte
Im vergangenen Geschäftsjahr investierte Alnatura in die Modernisierung des Filialnetzes: Acht große Umbauten wurden umgesetzt, unter anderem in Frankfurt, Freiburg, Karlsruhe und München. Neue Standorte entstanden in Düsseldorf und Koblenz.
Auch 2025/2026 soll weiter expandiert werden: Insgesamt acht Neueröffnungen sind geplant, darunter in Ingolstadt, Kiel, Berlin und Düsseldorf. In Hamburg-Barmbek ging heute ein weiterer Markt an den Start – der neunte in der Hansestadt. Die technische Ausstattung schreitet ebenfalls voran: 40 Standorte erhielten im vergangenen Jahr Self-Checkout-Kassen.
Engagement für biologische Landwirtschaft
Über die Alnatura Bio-Bauern-Initiative (ABBI), die gemeinsam mit dem NABU betrieben wird, wurden seit 2015 insgesamt 131 Höfe bei der Umstellung auf Bio unterstützt. Rund 21.000 Hektar werden dadurch ökologisch bewirtschaftet. Die nächste Bewerbungsrunde läuft bereits weiter. Seit November 2025 steht das Projekt unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Carsten Schneider.
Personal: Mehr Beschäftigte, höherer Mindestlohn
Die Zahl der Mitarbeitenden stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 3.718 – ein Plus von fünf Prozent. 241 Lernende waren im Unternehmen tätig, was einer Ausbildungsquote von 6,5 Prozent entspricht.
Der interne Mindestlohn wurde im Oktober auf 15 Euro pro Stunde erhöht. Als Anerkennung erhielten die Beschäftigten im Februar 2025 eine Wertschöpfungsbeteiligung von 500 Euro; weitere 400 Euro folgen im Februar 2026.






