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Fünf Trends im Ladenbau, auf die Händler achten sollten

EHI und Messe Düsseldorf verleihen auch 2026 den EuroShop RetailDesign Award. Die Einreichungen zeigen die wichtigsten Ladenbau-Trends der Gegenwart.

Mittwoch, 12. November 2025

Einer der Preisträger des EuroShop RetailDesign Award 2023: Interspar am Schottentor in Wien. Foto: Interspar

Von Martina Kausch

Nachhaltigkeit im StoreDesign auszeichnen – das ist die Idee des EuroShop RetailDesign Award 2026, der von EHI und Messe Düsseldorf vergeben wird. „122 Einreichungen aus 30 Ländern zum EuroShop RetailDesign Award 2026 von EHI und Messe Düsseldorf zeigen, dass Umweltbewusstsein Voraussetzung für zeitgemäßen Einzelhandel ist“, sagt Claudia Horbert vom EHI. 51 der 122 Storekonzepte haben es auf die Shortlist geschafft. Die Sieger werden am 24.02.2026 auf der EuroShop um 17:30 Uhr in Halle 9 auf der Amber Stage gekürt.

Hier die wichtigsten Ladenbau-Trends, die sich in den Einreichungen widerspiegeln:

1. Natürlich und authentisch

Holz bleibt das Symbol nachhaltigen Bauens: vielseitig einsetzbar, emotional aufgeladen und international beliebt. Doch inzwischen gehen viele Konzepte weiter. Recycelte Baustoffe, Second-Life-Materialien, lokale Ressourcen und nachwachsende Rohstoffe prägen die neue Designsprache. Selbst Kunststoff erfährt ein Revival als wiederverwertetes Element, zum Beispiel aus Verpackungsabfällen oder Textilresten. Die Verbindung aus warmen, natürlichen Oberflächen mit rohen, industriellen Materialien schafft eine Ästhetik zwischen Wohnlichkeit und Urbanität sowie Handwerk und High-Tech.

2. Erlebnis statt „nur“ Produkt

Immer mehr Stores inszenieren sich als Erlebnisräume. Der klassische Verkaufsraum wird zum vielseitigen Begegnungsort mit Lounge-Zonen, Workshops, Gastro-Bereichen und Kulturflächen. Der Laden wird zum sozialen Treffpunkt, zur Bühne für Marken und Community-Erlebnisse. Zukunftsorientierte Konzepte denken Retail als Plattform: flexibel und anpassungsfähig. Räume lassen sich neu konfigurieren, saisonal gestalten oder für Events nutzen – ganz im Sinne eines dynamischen, wandelbaren Handels.

3. Technik mit Sinn

Digitale Tools sind integrativer Bestandteil neuer Storekonzepte, aber kein Selbstzweck. Interaktive Spiegel, KI-basierte Styling-Beratung oder smarte Teststationen verbessern die User Experience, ohne zu überfordern. Die besten Beispiele verbinden High-Tech mit High-Touch. Der Mensch bleibt im Mittelpunkt.

4. Lokalität als Luxus

Lokale Produkte, regionale Architektur-Elemente und ortstypisches Design sind gefragter denn je. Der „Sense of Place“, also das Gefühl, wirklich da zu sein, gewinnt besonders im Zeitalter der globalen Austauschbarkeit an Bedeutung. Stores inszenieren sich zunehmend als Botschafter ihrer Stadt, ihrer Region und ihrer Kultur. Ob regionale Baustoffe, lokale Kunst oder kleine Produzenten. Nahbarkeit wird zum Differenzierungsmerkmal. Wer authentisch auftritt, schafft Vertrauen.

5. Food, Beauty, Fashion: gemeinsame Werte

Über alle Kategorien hinweg zeigt sich, dass Kunden Sinn suchen und nicht nur Stil. Besonders im Food- und Beauty-Sektor sind Nachhaltigkeit, Transparenz und Verantwortung längst Standard-Erwartung. Stores reagieren darauf mit offenen Produktionsprozessen, Clean-Label-Konzepten, biologischer Qualität und minimalistischer Verpackung. Auch im Fashion Retail dominieren langlebige Materialien, reparaturfreundliche Produkte und zirkuläre Modelle. Secondhand, Rental, Upcycling – das alles ist Teil eines wachsenden Mindsets für mehr Konsumbewusstsein.

Einer der Preisträger des EuroShop RetailDesign Award 2023 war der Interspar am Schottentor in Wien.

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