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Mars und Rewe elektrifizieren kompletten Transport

Pilotprojekt für eine klimafreundlichere Logistik: Mars und Rewe elektrifizieren den Transport von den Fabriken bis in die Regale. Das Invest sei ökologisch sinnvoll, operativ gut integrierbar und wirtschaftlich realisierbar.

Dienstag, 7. Juli 2026

Foto: Mars GmbH

Von Sibylle Menzel

Konsumgüterkonzern Mars und Rewe elektrifizieren erstmals vollständig einen End-to-End-Pilotkorridor. Auf definierten Routen werden Produkte aus den Mars Geschäftsbereichen Snacks, Tiernahrung und Lebensmittel durchgängig per Strom transportiert; das heißt von der Produktion oder Lagerung über das Rewe-Logistikzentrum bis in die Rewe-Märkte – per Strom transportiert. Bislang hatten beide Unternehmen lediglich eigene, regionale Teilstrecken elektrifiziert.

Machbarkeit unter realen Bedingungen

Konkret erfolgt der Transport der Mars Produkte von den Schokoladenfabriken in Veghel (Niederlande), Viersen (NRW) und der Pet Nutrition Fabrik in Verden über das Mars Logistikzentrum in Minden bis zum Rewe-Zentrallager in Oranienburg. Von dort ermöglichen E-Lkw die Lieferung der Produkte in die Regale von mehr als 300 Rewe-Märkten sowie zum Rewe-Lieferservice-Lagerstandort. Hier werden ebenfalls elektrische Fahrzeuge eingesetzt. Das Projekt soll die operative Machbarkeit einer kompletten End-to-End-Route unter realen Bedingungen belegen, bestehende Herausforderungen aufzeigen und belastbare Erkenntnisse für eine spätere Skalierung liefern.

Vorteile des Pilotprojekts

Von der initialen Pilotstrecke ausgehend, sind im gemeinsamen Netzwerk aktuell 23 batterieelektrische Lkw seitens Mars und 24 Fahrzeuge von Rewe im Einsatz. Insgesamt sollen über 2,4 Millionen elektrische Kilometer zurückgelegt, rund 750.000 Liter Diesel eingespart und knapp 2.600 Tonnen CO2e (Well-to-Wheel) vermieden werden.

Außerdem reduzieren elektrische Transporte die wahrgenommene Lautstärke im Vergleich zu Diesel-Lkw um etwa die Hälfte, teilen die Unternehmen mit. Dieser Vorteil greife besonders bei der Belieferung von REWE-Märkten im städtischen Raum wie beispielsweise in Berlin.

Ein weiterer Vorteil für Transportunternehmen betrifft die Kosten. Lars Siebel, Executive Director Logistics/SCM bei der Rewe Group: “Unsere Botschaft an alle Spediteure und Lkw-Fuhrparkbetreiber ist, sich den Einstieg in die E-Mobilität betriebswirtschaftlich durchzurechnen. Die Volatilität der Dieselpreise wird angesichts der geopolitischen Unsicherheiten weiter hoch bleiben. Im Vergleich dazu ist der Strompreis stabil und wird perspektivisch günstiger. Schon heute ist mehr als jede zweite Tour in unserem Netzwerk mit dem E-Lkw günstiger im Betrieb und Unterhalt als der Verbrenner. Mit optimierter Routenplanung lässt sich der Kostenvorteil noch weiter steigern, wodurch sich die noch höheren Anschaffungskosten des E-Lkw schneller amortisieren.”

Für Mars und Rewe bestätige der Pilot, dass elektrischer Schwerlastverkehr entlang der gesamten Lieferkette ökologisch sinnvoll, operativ gut integrierbar und auch wirtschaftlich realisierbar ist.

 

 

 

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