
André Wagner. Foto: RUNDSCHAU/Crescenti
André Wagner leitet die Abteilung Obst, Gemüse und Eier bei Alnatura (rund 150 Märkte bundesweit). Der Bioanbieter hat in den letzten Jahren den Einkauf zunehmend in die eigene Hand genommen und verzichtet mittlerweile größtenteils auf Zwischenhändler.
Das extrem heiße Wetter hat den Sommer geprägt. Wie ist der Bio-Obst- und Gemüsebereich durch die Saison gekommen?
Der Sommer war für unsere Landwirte eine große Herausforderung. Es ging darum, jeden Tag Bestleistungen zu erbringen, und zwar unter erschwerten Bedingungen. Gleichzeitig haben wir sehr gute und verlässliche Partnerschaften mit unseren Erzeugern, auf die wir zählen können.
Durch den warmen Sommer gab es auch positive Effekte, etwa bei Wassermelonen und Steinobst. In einzelnen Wochen ist es uns in diesem Jahr erstmals gelungen, dass Obst stärker nachgefragt wurde als Gemüse. Auch das zeigt, welchen Einfluss das Wetter auf die Nachfrage hat. Dank einer langfristigen und verlässlichen Anbauplanung sind wir gut durch den Sommer gekommen.
Alnatura wurde beim Deutschen Fruchtpreis in der Kategorie Klein-Supermarkt ausgezeichnet. Welchen Stellenwert haben Obst und Gemüse bei Ihnen?
Obst und Gemüse haben für uns einen sehr hohen Stellenwert, denn sie sind das Aushängeschild des Marktes. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Märkten geben jeden Tag ihr Bestes. Darauf sind wir sehr stolz.
Was sind aktuell die Renner in den Märkten?
Im warmen Sommer waren natürlich erfrischende Früchte besonders gefragt, zum Beispiel Wassermelonen. Sie eignen sich zudem hervorragend für sommerliche Salate. Dazu kommt hochwertiges Steinobst aus Frankreich, unter anderem aus der Provence. Wir haben die Erzeuger dort persönlich besucht. Geschmack, Qualität und Reife sind für uns wichtige Kriterien.
Welche Veränderungen beobachten Sie darüber hinaus im Obst- und Gemüsegeschäft?
Eine zentrale Herausforderung sind die klimatischen Veränderungen. Extreme Trockenheit und Starkwetterereignisse wie beispielsweise Hagelschläge können die Produktion erheblich beeinträchtigen. Das betrifft sowohl den Gemüse- als auch den Obstbau. Umso wichtiger ist es, weiterhin auf verlässliche und langfristige Partnerschaften zu setzen.






