Das Rübenjahr startete zwar unter guten Bedingungen. Es folgten jedoch in vielen Anbauregionen mehr als zwei Monate mit hohen Temperaturen und kaum Niederschlägen. Konsequenz: Abhängig von Region und Boden wird der Rübenertrag deutlich geringer ausfallen als in den Vorjahren. So lautet die Prognose von Zuckerproduzent Pfeifer & Langen zum Kampagnenstart 2026. Der Gehalt an Zucker soll sich auf durchschnittlichem Niveau bewegen.
Weniger Rüben verkürzen die Kampagnenzeit
Neben den witterungsbedingten Ertragseinbußen wirkt sich die reduzierte Anbaufläche auf die verfügbare Rübenmenge aus. Gemeinsam mit der Landwirtschaft wurde der Anbau an die aktuelle Marktsituation angepasst. Entsprechend weniger Rüben werden in diesem Jahr in den deutschen Werken verarbeitet. Im Durchschnitt werden die deutschen Werke von Pfeifer & Langen voraussichtlich rund 90 Tage Rüben verarbeiten – so kurz war die Saison seit vielen Jahren nicht mehr.
Umso wichtiger sei eine präzise Abstimmung zwischen Landwirtschaft, Logistik und Fabriken. Damit könne die Versorgungssicherheit an Industrie und Handel gewährleistet werden, so der Zuckerproduzent.
Zuckermarkt unter Druck
Die schwächere Ernte trifft auf einen ohnehin angespannten Zuckermarkt. Hohe Produktionskosten und niedrige Zuckerpreise der vergangenen Jahre setzen Hersteller und Landwirtschaft wirtschaftlich unter Druck. Aufgrund der geringeren Anbaufläche und schwachen Erträge wird Pfeifer & Langen 2026 deutlich weniger Zucker aus heimischen Rüben produzieren als in den Vorjahren. Eine zusätzliche Belastung sieht das Unternehmen in der geplanten Zuckersteuer auf zuckergesüßte Getränke.






