Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) gehen die Betriebe für das Jahr 2026 von einer Gesamterntemenge für Süß- und Sauerkirschen von rund 51 100 Tonnen aus. Damit wird die Kirschenernte voraussichtlich um 8,5 Prozent höher ausfallen als im ertragreichen Vorjahr (47 100 Tonnen). Außerdem wird sie 13,5 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025 (45 200 Tonnen) liegen.
Große Süßkirschenernte
Die bundesweite Süßkirschenernte wird überdurchschnittlich gut, 2026 soll sie um rund acht Prozent höher ausfallen als 2025. Auch das durchschnittliche Ertragsniveau der letzten zehn Jahre von 5,8 Tonnen je Hektar wird dann um rund 24 Prozent übertroffen. Die guten Ernteaussichten betreffen die Länder Baden-Württemberg, Niedersachen und Rheinland-Pfalz, die bei der Süßkirschenproduktion führend sind.
Gute Aussichten für Sauerkirschen
Nach ersten Schätzungen beläuft sich die bundesweite Sauerkirschenernte im Jahr 2026 auf rund 10 800 Tonnen, und das bei einer Anbaufläche von etwa 1 500 Hektar. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 9,6 Prozent. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangen zehn Jahre fällt die diesjährige Sauerkirschenernte voraussichtlich um 6,8 Prozent geringer aus. Dieser Rückgang hängt damit zusammen, dass die Anbaufläche für Sauerkirschen seit 2016 um rund 25 Prozent gesunken ist. Ungeachtet dieser Flächenentwicklung ist man bei der Ertragsleistung optimistisch: Mit einer Ertragserwartung von 7,1 Tonnen je Hektar wird der Durschnitt der vergangen zehn Jahre von 6,5 Tonnen je Hektar um rund 10 Prozent übertroffen.
Das bedeutendste Bundesland für den Anbau von Sauerkirschen ist Rheinland-Pfalz mit einer erwarteten Erntemenge von 3 100 Tonnen (+17,8 % zum Vorjahr) auf einer Anbaufläche von rund 450 Hektar. Es folgen Baden-Württemberg mit 2 700 Tonnen (+52,7 % zum Vorjahr) auf rund 240 Hektar Anbaufläche sowie Thüringen mit 1 600 Tonnen (-14,9 % zum Vorjahr) auf etwa 160 Hektar.






