Verantwortlich für die schlechteren Ernteaussichten sind laut Branchenverband BOGK (der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie) vor allem die außergewöhnlich trockenen Witterungsbedingungen der vergangenen Wochen. Fehlende Niederschlagsmengen und Spitzentemperaturen innerhalb der letzten zwei Monate von bis zu 40 Grad haben deutliche Wachstumsschäden an den Kartoffeln hinterlassen, so Horst-Peter Karos, Geschäftsführer im Bundesverband. Besonders betroffen ist die Verfügbarkeit großer Kartoffelknollen, die vor allem für die Herstellung von Pommes frites benötigt werden. Die Knappheit könnte sich daher auch auf die Verarbeitung und das Angebot entsprechender Produkte auswirken.
Da Kartoffeln zu den Flachwurzlern zählen, sind sie auf eine kontinuierliche Wasserversorgung angewiesen. Nach Angaben von Experten aus der Branche leiden die Bestände vielerorts erheblich unter der Trockenheit. In einigen Regionen seien die Schäden bereits irreversibel. Zusätzliche Sorgen bereiten die aktuellen Wetterprognosen, die kurzfristig keine Entspannung bei den Niederschlägen erwarten lassen.
Anbaufläche sinkt
Neben den witterungsbedingten Einbußen verschärft eine rückläufige Anbaufläche die Situation. In Deutschland ist die Kartoffelanbaufläche im Vergleich zum Vorjahr um rund sieben Prozent gesunken. In einigen europäischen Ländern fällt der Rückgang sogar zweistellig aus. Das rückläufige Angebot zeigt sich bereits jetzt an den Preisnotierungen am Kartoffelmarkt – die Preise steigen.






