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Selbstständigkeit im LEH: Warum sich Frauen dafür entscheiden

Der deutsche LEH ist männlich geprägt. Doch immer mehr selbstständige Kauffrauen haben mit Kreativität und entschlossenem Handeln großen Erfolg. Wir stellen drei Frauen vor, die den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben – und nennen ihre Beweggründe.

Sonntag, 6. September 2026

Foto: KI-generierter Inhalt

Von Mirko Jeschke

Die Entscheidung, sich im Lebensmittelhandel selbstständig zu machen, ist bei den drei Kauffrauen vor allem mit dem Wunsch nach mehr Eigenständigkeit und Gestaltungsspielraum verbunden. Mandy Kanter (Rewe), Stefanie Brehm (Edeka) und Franziska Grabarse (Nah & Gut) sammelten zuvor auf unterschiedlichen Wegen Erfahrungen in der Branche. Diese Erfahrungen bildeten die Grundlage für den Schritt in die Selbstständigkeit.

Ein wichtiger Beweggrund war die Möglichkeit, eigene Entscheidungen zu treffen und den Arbeitsalltag selbstbestimmter zu gestalten. Kanter wollte über ihre Arbeitszeiten und die Sinnhaftigkeit ihrer Tätigkeit selbst entscheiden. Auch Grabarse reizten die größere Entscheidungsmacht und die freie Zeiteinteilung. Für sie war es zudem schon immer ein Traum, ein eigenes Geschäft zu führen.

Ich brenne für die Obst- und Gemüseabteilung. Hier bieten wir auch jede Menge Exoten an.

Mandy Kanter, Rewe Kanter

Größere Spielräume und mehr Freiheit

Besonders attraktiv ist für die Kauffrauen der größere Spielraum, eigene Ideen umzusetzen. Brehm entwickelt beispielsweise neue Konzepte für ihre Märkte, während Kanter Sortiment und Abteilungen gezielt an Kundenwünsche anpasst. Auch Grabarse sieht in der Führung eines eigenen Marktes eine neue Herausforderung und möchte diesen durch Umbauten, Sortimentserweiterungen und regionale Angebote weiterentwickeln.

Die Kunden haben die Eigenproduktion sofort angenommen.

Stefanie Brehm, Edeka Brehm

Neben der unternehmerischen Freiheit spielen auch die Beziehungen zu Mitarbeitern und Kunden eine wichtige Rolle. Grabarse legt großen Wert auf Wertschätzung und einen persönlichen Umgang, während Kanter ein familiäres Verhältnis zu ihrem Team pflegt. Brehm verbindet ihre unternehmerische Tätigkeit zudem mit sozialem Engagement. Insgesamt bietet die Selbstständigkeit den drei Kauffrauen die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, eigene Vorstellungen umzusetzen und persönliche Werte stärker in ihren Berufsalltag einzubringen.

Als Selbstständige ist man Trainerin, Besitzerin und Fan zugleich.

Franziska Grabarse, Nah & Gut Grabarse

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