Pralinen gelten seit jeher als klassisches Weihnachtsgeschenk. Doch aktuelle Daten von YouGov zeigen: Zu Weihnachten 2025 wollen nur noch 31 Prozent der Deutschen Pralinen verschenken. Damit plant eine klare Mehrheit (59%) ganz auf das süße Präsent zu verzichten.
Frauen greifen dabei häufiger zu Pralinen als Männer (34 vs. 27%). Besonders beliebt sind die Produkte bei den Millennials (37%), während die Baby Boomer am seltensten zu Pralinen als Geschenk greifen (26%).
Ausgaben für Pralinen: Meist unter 40 Euro
Wer Pralinen verschenkt, bleibt beim Budget überwiegend moderat. 34 Prozent der Schenkenden wollen zwischen 10 und 20 Euro ausgeben, weitere 25 Prozent zwischen 21 und 40 Euro. Geschlechterspezifische Unterschiede sind deutlich: Frauen schenken zwar häufiger Pralinen, sind dabei aber preisbewusster. 38 Prozent der Frauen geben maximal 20 Euro aus, bei Männern sind es nur 29 Prozent. Männer zeigen sich insgesamt großzügiger: 32 Prozent planen Ausgaben zwischen 21 und 40 Euro, 18 Prozent sogar bis 60 Euro.
Laut der YouGov-Studie „Sweet Inflation“ darf der Preis bei Geschenk-Pralinen dennoch höher liegen als im Alltag. YouGov-Konsumforscherin Petra Süptitz erklärt: „Beim Verschenken von Pralinen geht es um Wertschätzung. Marke, Qualität und Verpackung setzen dabei klare Leitplanken.“
Beliebteste Pralinenmarken zu Weihnachten
Im Einzelhandel bleibt Lindt die unangefochtene Nummer eins: 51 Prozent der Pralinenschenkenden greifen zu Lindt. Dahinter folgen Ferrero Rocher (22 Prozent) sowie Merci, Mon Chéri und Milka mit jeweils 21 Prozent. Während Lindt besonders bei älteren Konsumenten beliebt ist, bevorzugen Millennials häufiger Milka. Pralinen mit Alkohol, etwa Mon Chéri, werden vor allem von den Baby Boomern verschenkt.
Die gestiegenen Preise für Kakao und Schokolade zeigen Wirkung. Laut YouGov ist der Durchschnittspreis für Pralinenmischungen von 4,54 Euro im Jahr 2019 auf 5,89 Euro im Jahr 2025 gestiegen. Gleichzeitig ging der Absatz zurück: Im Zeitraum MAT September 2025 wurden 8,5 Prozent weniger Packungen verkauft als im Vorjahr. Auch die Käuferreichweite sank um 6 Prozent, ebenso die Kauffrequenz.
Budget für Pralinen bleibt stabil
Trotz höherer Preise bleibt das geplante Budget vieler Verbraucher konstant. 70 Prozent der Pralinenschenkenden wollen genauso viel Geld ausgeben wie im Vorjahr. 17 Prozent planen höhere Ausgaben, während nur 10 Prozent sparen möchten. Pralinen bleiben damit ein wertiges, aber zunehmend selektives Weihnachtsgeschenk.
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