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Tiefkühlkost mit Rekordabsatz

Die Deutschen greifen zu Tiefkühlkost wie nie zuvor: Im LEH stieg der TK-Absatz 2025 um rund 3 Prozent auf zwei Millionen Tonnen. Hoch im Kurs: Fisch, Fertiggerichte, Kartoffelprodukte - und vor allem TK-Obst.

Donnerstag, 23. April 2026

Foto: Reinhard Rosendahl
Tiefkühlabteilung

Von Sibylle Menzel

Der Gesamtabsatz von TK-Lebensmitteln ist 2025 um 2,5 Prozent auf eine Menge von 4,2 Millionen Tonnen erneut erneut gewachsen. Im LEH und den Heimdiensten legte der Absatz um 2,7 Prozent auf 2,1 Millionen Tonnen zu. Auch im Außer-Haus-Markt wuchs der Absatz 2025 weiter: Er erhöhte sich um 2,3 Prozent auf 2,168 Millionen Tonnen (2024: 2,120 Millionen Tonnen). Damit hat der Absatzkanal AHM einen leicht schwächeren Anteil von 51,2 Prozent am Gesamtabsatz als im Vorjahr. Das zeigt die Absatzstatistik 2025 des Deutschen Tiefkühlinstituts e. V. (dti), die jährlich den Absatz von Tiefkühlprodukten in Deutschland insgesamt und aufgegliedert nach den Absatzmärkten Lebensmitteleinzelhandel/Heimdienste (LEH/HD) und Außer-Haus-Markt (AHM) ausweist.

Wachstumschampion: TK-Obst

Der Pro-Kopf-Verbrauch von TK stieg 2025 wieder auf einen Rekordwert von 51,6 kg (2024: 50,8 kg). Der Verzehr pro Haushalt steht 2025 nun bei 103,8 Kilo (2024: 101,9 kg) – plus 1,9 Kilo.

TK-Produkte zum Selber Kochen verzeichneten 2025 einen Zuwachs von 1,8 Prozent. Damit blieben sie unter der Entwicklung in den Segmenten Frühstück & Dessert (+ 4,9%) und Fix & Fertig (+ 2,9%). Innerhalb der Kategorie „Selber Kochen“ lag die TK-Warengruppe Gemüse im Minus (- 0,8% gegenüber 2024). Hingegen legten Fisch (+5,0%), Kartoffelprodukte (+2,5%) und Fleisch (+1,0%) zu, wobei bei Fleisch das Wachstum über Geflügel generiert wird. In der Warengruppe Fix & Fertig konnten insbesondere Fertiggerichte mit einem Zuwachs von 4,7 Prozent gegenüber 2024 stark zulegen. Die kleine Warengruppe TK-Obst war der Wachstumschampion in 2025: Sie legte erneut um 12,0 Prozent zu.

TK-Umsätze wachsen weiter

Der TK-Gesamtumsatz stieg 2025 um 4,5 Prozent auf 23,612 Milliarden Euro (2024: 22,6 Mrd. Euro). Gründe dafür sind laut dti höhere Löhne sowie gestiegene Kosten bei Energie, Verpackungen und Rohstoffen. Der Tiefkühlumsatz im Absatzkanal LEH/HD stieg um 4,7 Prozent auf 12,314 Milliarden Euro (2024: 11,8 Mrd. Euro).

Der Umsatz mit Tiefkühlprodukten im AHM erreichte 2025 einen Wert von 11,298 Milliarden Euro (2024: 10,8 Mrd. Euro) und erhöhte sich damit um 4,3 Prozent.

„2025 konnte sich der Tiefkühlmarkt trotz weiter angespannter Wirtschafts- und Konsumlage erneut behaupten“, sagt Sabine Eichner, dti-Geschäftsführerin. „Bei Verbraucherinnen und Verbrauchern zeigen sich aber deutliche Konsumänderungen: Der Trend geht zum stärkeren Verzehr zu Hause. Diese Entwicklung begünstigt eher den Absatz im Lebensmittelhandel und bei den Heimdiensten und verlangsamt den Aufwärtstrend bei den Gastronomieabsätzen. Insgesamt nimmt die Bedeutung tiefkühlfrischer Lebensmittel in Deutschland weiter zu, als wichtige Unterstützung für den privaten Ernährungsalltag genauso wie bei der Bewältigung der großen Herausforderungen in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung“, kommentiert dti-Geschäftsführerin Dr. Sabine Eichner.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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