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Studie: KI wird zum Einkaufsberater

Kleine Belohungen gegen finanzielle Sorgen, Markenwechsel bei versteckten Preiserhöhungen - und KI als Einkaufsberater: Eine Studie gibt Einblick in das aktuelle Verbraucherverhalten.

Donnerstag, 8. Januar 2026

Foto: AdobeStock/stokkete

Von Sibylle Menzel

In Deutschland wechseln vier von fünf Verbrauchern (82 %) die Marke, wenn ein Konkurrenzprodukt dauerhaft günstiger ist. Das geht aus dem Consumer Trends Report 2026 „What matters to today’s consumer 2026: How AI is transforming value perception“ des Capgemini Research Instituts hervor. Das sind deutlich mehr als im internationalen Durchschnitt: weltweit geben knapp drei Viertel der Befragten (74 %) günstigeren Alternativen den Vorzug.

Erkenntliche statt versteckte Preiserhöhungen

Außerdem kehrt dem Report zufolge die Hälfte der deutschen Verbraucher einer Marke den Rücken, wenn Packungsgröße oder Qualität reduziert werden, ohne dies klar ersichtlich zu machen (international: 71 %). Die Mehrheit der Befragten empfindet solche versteckten Preiserhöhungen als unfair und wünscht sich stattdessen geringe, aber klar erkenntliche Preissteigerungen.

Um durch finanzielle Sorgen verursachten emotionalen Stress zu kompensieren, gönnen sich laut Studie weltweit durchschnittlich sieben von zehn Verbrauchern kleine Belohnungen, durch die sie sich besser fühlen. Diese Bewältigungsstrategie ist in Deutschland deutlich geringer ausgeprägt (48 %).

KI als Einkaufsberater

Ein weiteres Ergebnis des Reports: Verbraucher sehen KI zunehmend als vollumfänglichen Einkaufsberater. Die Technologie interpretiert Vorlieben und Verhaltensmuster der Kunden und unterstützt in Echtzeit über Chatbots oder als virtueller Assistent. Im Jahr 2025 nutzte in Deutschland jeder sechste Verbraucher auf generativer KI basierende Shopping Tools (international: 25 %), mehr als ein Viertel möchte diese künftig einsetzen (Deutschland: 27 %; international: 31 %). Allerdings sind nur fünf Prozent der Befragten hierzulande bereit, über ein Abo-Modell oder eine Einmalgebühr für Chatbots und virtuelle Shopping-Assistenten zu bezahlen. Weltweit liegt die Zahlungsbereitschaft deutlich höher: Knapp jedem Fünften (19 %) wäre die KI-Unterstützung beim Einkaufen Geld wert.

Der Wunsch nach Datenkontrolle

Die überwältigende Mehrheit der deutschen Verbraucher (89 %; international: %) möchte demnach den Handlungsspielraum von KI-Assistenten festlegen können, bevor die Technologie in ihrem Namen handelt. Dazu gehört beispielsweise, Ausgaben-Limits zu bestimmen oder Produktkategorien zu definieren. Etwa die Hälfte der Befragten hierzulande vertraut KI stärker, wenn diese die Gründe für ihre Empfehlungen offenlegt (46 %; international: 66 %). Außerdem bleibt Datenschutz ein Kernthema: Zwei Drittel der deutschen Verbraucher sorgen sich, wie generative KI persönliche Informationen verwendet. 61 Prozent erwarten, dass KI-generierte Werbung eindeutig gekennzeichnet ist (international: 71 bzw. 67 %).

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