Von krisenbedingt nachlassender Konsumlaune bleibt der Onlinehandel weitestgehend unberührt. Umsatzdaten einer Verbraucherbefragung des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) für das erste Quartal, in denen der Krieg im Nahen Osten und die verschärfte Energiekrise berücksichtigt sind, zeigen ein insgesamt stabiles Ausgabenwachstum von 3,6 Prozent auf rund 20,4 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal (alle Angaben inkl. USt., nicht inflationsbereinigt). Der Gesamtmarkt führe damit seinen langfristigen, wenn auch gedämpften, Erholungstrend fort, so das Fazit der Studienbetreiber.
Laut EHI Handelsdaten, der Statistik-Datenbank aus dem EHI Retail Institute, hat sich der Online-Umsatz mit Lebensmitteln in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren mehr als verfünffacht. In 2025 erreichte er ein Volumen von rund 4,12 Milliarden Euro.
Umsätze der Online-Supermärkte wachsen
Der Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs und andere unaufschiebbare Ausgaben verlagern sich nach der Auswertung des bevh strukturell weiter in den Onlinehandel. Umsätze mit Lebensmitteln (+12,3 Prozent) und Drogerieartikeln inkl. Kosmetik (+10,1 Prozent) machten im ersten Quartal einen deutlichen Sprung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Online-Apotheken konnten das kräftigste Umsatzwachstum mit Medikamenten (+9,8 Prozent) seit Einführung des E-Rezepts verbuchen.
Marktplätze legen zu
Weit auseinander ging die Entwicklung der Händler: Onlineshops (Pureplayer), die im Weihnachtsgeschäft noch starke Ergebnisse lieferten, kamen zu Jahresbeginn nur auf ein Plus von 0,6 Prozent. Etwas aufholen konnten hingegen die Onlineverkäufe stationärer Händler (Multichannel), die ein Umsatzplus von 3,9 Prozent verbuchen. Am stärksten wuchsen auch in diesem Quartal die Umsätze auf Online-Marktplätze (5,2 Prozent).






