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Fleischverzehr steigt – Geflügel beliebt

Genau 54,9 Kilogramm Fleisch aßen die Konsumenten in Deutschland pro Person 2025, 1,4 Kilogramm mehr als im Vorjahr. Hauptgrund dafür ist ein Allzeithoch von knapp 15 Kilogramm Geflügelfleischverzehr pro Person.

Dienstag, 7. April 2026

Grafik: BLE

Von Martina Kausch

Seit drei Jahren landet wieder mehr Fleisch und Wurst auf den Tellern der Deutschen – das Verzehrniveau früherer Jahre wird aber nicht erreicht. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL). Denen zufolge aß 2025 jeder Deutsche 54,9 Kilogramm Fleisch. Zum Vergleich: 2011 waren es 63,8 Kilogramm.

Besonders beliebt ist aktuell Geflügelfleisch, insbesondere Huhn. Laut der BZL-Versorgungsbilanz 2025 stieg der Verzehr um ein weiteres Kilogramm auf ein Allzeithoch von 14,7 Kilogramm pro Person, was knapp 27 Prozent des gesamten Fleischverzehrs ausmachte.

Schweinefleisch weiterhin am beliebtesten

Am meisten wurde jedoch weiterhin Schweinefleisch verzehrt. Mit durchschnittlich 28,3 Kilogramm pro Person machte diese Fleischsorte knapp 52 Prozent des gesamten Fleischverzehrs pro Person aus. Bei Rind- und Kalbfleisch nahm der Verzehr trotz gestiegener Verbraucherpreise um gut 200 Gramm auf 9,7 Kilogramm zu.

Fleischerzeugung sinkt leicht

Dem zunehmenden Fleischverbrauch stand 2025 eine um 0,3 Prozent geringere Fleischproduktion von insgesamt 7,3 Millionen Tonnen im Inland gegenüber. Maßgeblichen Anteil daran hatten weniger Rinderschlachtungen, weshalb die Nettoerzeugung von Rind- und Kalbfleisch gegenüber 2024 um sechs Prozent sank. Die Geflügelfleischproduktion wurde unter anderem durch die Vogelgrippe beeinträchtigt und blieb mit 1,5 Millionen Tonnen knapp unter dem Vorjahresergebnis. Schweinefleisch hingegen verzeichnete einen Zuwachs von 1,1 Prozent.

Importe wichtig

Um den höheren Fleischverbrauch zu decken, stieg die Einfuhr von Fleisch einschließlich fleischhaltiger Produkte und Innereien um fast elf Prozent auf rund 3,6 Millionen Tonnen. Vor allem beim knapp verfügbaren Rindfleisch, aber auch bei Geflügel- und Schaffleisch, kam es laut BLZ zu umfangreicheren Importen.

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